Gebrauchtwagen finanzieren – Finanzierung oder Leasing?

Gerade wer die teuren Kosten eines am besten noch individuell konfigurierten Neuwagens scheut und sich beim Autokauf lieber eine kleinere Summe auftun möchte, kommt auf die Idee, nach Gebrauchtwagen Ausschau zu halten. An sich ist das keine schlechte Idee, man spart doch tatsächlich immens. Aber im Gegensatz zum Neuwagen ist auf weitaus mehr als nur die richtige Finanzierung zu achten. Was das ist und wie man vorgehen sollte, erklären wir in diesem Ratgeber.

Wann lohnt sich der Kauf eines Gebrauchtwagens überhaupt?

Nun, die Frage stellen sich die meisten, die im Begriff sind, sich ein neues Auto anzuschaffen. Und tatsächlich steht hier das individuelle Bedürfnis der Autofahrer im Vordergrund. Man sollte sich folgende wichtige Frage stellen:

  • Wie wichtig ist mir mein Auto, wofür nutze ich es und wie oft?

Denn wer sein Auto nur selten nutzt und dann auch nur für den Weg zur Arbeit, der vielleicht gerade einmal ein paar Kilometer beträgt, braucht keinen glänzenden und top-ausgestatteten Neuwagen. Demjenigen reicht selbst ein klappriger Gebrauchtwagen mit Kratzern und der ein oder anderen Macke – Hauptsache, man kommt von A nach B.

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Wem sein Auto aber durchaus wichtig ist, wer mit ihm einen gewissen Status verbindet und wer es vor allem auch über den kurzen Arbeitsweg hinaus öfter nutzt, für den ist es schon eher sinnvoll, sich nach einem ordentlichen und auch teureren Wagen umzuschauen, um sich „etwas zu gönnen". Das ist es im Grunde schon. Wer einen richtig tollen Wagen haben möchte, weil er ein echter Autofan ist und es ständig für alles mögliche nutzt, ist – sofern er auch das Budget dafür hat – mit einem Neuwagen oder noch sehr neuwertigem Gebrauchten bestens bedient. Wer lieber kleinere Brötchen backen möchte und das Auto eher als reines Nutzobjekt sieht, kann auf seinen (älteren) Gebrauchtwagen zählen und bekommt trotzdem all seine Ansprüche erfüllt. Denn immerhin beginnen die Preise für gute Gebrauchtwagen schon bei 2.000-4.000 Euro, somit lange nicht dem, was ein Neuwagen mit vielleicht 20.000 bis 25.000 Euro oder noch mehr kostet. Wer sich nach wie vor nicht sicher ist, ob er lieber Neuwagen oder Gebrauchtwagen suchen soll, kann übrigens mit sogenannten Jahreswagen einen sehr guten Kompromiss eingehen:

Unterschied: Jahreswagen & Gebrauchtwagen

Auch Jahreswagen sind genau genommen nichts anderes als Gebrauchtwagen, doch aber mit einem entscheidenden Unterschied: Sie kommen nicht frisch vom Fließband, sind aber auch nicht älter als 12 Monate alt. Es handelt sich dementsprechend um einen neuwertigen Gebrauchtwagen, der erst vor kurzem das erste Mal zugelassen wurde – Und der genau wegen dieser Tatsache bereits wesentlich günstiger als vorher ist. In einem Beispiel gehen wir von einem 25.000 Euro-Neuwagen von Audi aus, der dann zugelassen wurde und 9 Monate später zum Verkauf steht, für nur noch 19.000 Euro. Die durchschnittliche Nachlass-Rate liegt tatsächlich bei 20-30 Prozent, und das ist angesichts dessen, dass man im Grunde einen Neuwagen bekommt, gewaltig. Gebrauchsspuren sind natürlich nicht ausgeschlossen, aber in diesem Fall wohl wirklich vertretbar. Und wo finden? – Das Angebot an guten Jahreswagen ist sowohl im Internet, als auch lokal beim Händler oder Autohaus gar nicht schlecht.

Angebote für Gebrauchtwagen finden: Wo guckt man am besten?

Generell lassen sich Gebrauchtwagen bei jedem Händler und Autohaus finden – Wer nicht herumfahren und Höfe abklappern möchte, kann alternativ zum Beispiel auf den führenden deutschen Portalen mobile.de oder autoscout24.de Angebote aus ganz Deutschland finden, auch direkt von Privatpersonen, die ihr Auto veräußern möchten. Dort warten übrigens oft die günstigsten Preise, weil Privatleute meistens weniger kaufmännisch und genau an die Preisberechnung herangehen und quasi aus dem Bauch heraus ihr Angebot machen, mit zusätzlicher Toleranzgrenze nach unten versteht sich, damit sie den Wagen loswerden. Händler und Autohaus-Mitarbeiter sind ausgebildete Verkäufer, die ganz genau wissen, was sie aus einem bestimmten Wagen noch rausholen können und müssten. Bei ihnen hat man weniger Chance, um den Preis zu feilschen, bei Privatpersonen dagegen schon. Und sollte man als Interessent den besten Preis aus dem Privatverkauf herausholen wollen, so hat das dennoch nichts mit Ausnehmen des Anbieters zutun, weil der Verkauf rein rechtlich auf einer beidseitigen Willenserklärung basiert. Soll heißen: Der Anbieter muss das Auto ja nicht verkaufen, wenn er mit dem Preis nicht wirklich einverstanden ist. Dafür ist bei Privatverkäufen, wo man sich nicht von einem Fachmann beraten lassen kann, aber auch mehr zu beachten.

 

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Gebrauchtwagen aussuchen & kaufen: Worauf achten?

Wie schon angekündigt, hängt die Auswahl und Kaufentscheidung bei einem Gebrauchtwagen an weitaus mehr Faktoren, als bei einem Neuwagen frisch ab Werk. Folgende Fragen sind absolut notwendig zu klären:

  • Welches Baujahr ist der Wagen?
  • Wie hoch ist der Kilometerstand aktuell?
  • Wann war die Erstzulassung des Wagens?
  • Hat der Wagen schon mehrmals den Besitzer gewechselt?
  • Handelt es sich vielleicht um einen Unfallwagen?
  • Hat der Wagen offensichtliche Macken?
  • Wie ist der allgemeine Zustand, muss der Wagen öfter in die Werkstatt?
  • Bis wann hat der Wagen noch TÜV?
  • Wann war der letzte Gesamtcheck (Hauptuntersuchung), war hier alles gut?
  • Gab es größere Reparaturen in der Vergangenheit?

Diese Punkte kurz erläutert: Das Baujahr ist für die Auswahl eines Gebrauchtwagens schon einmal ein sehr wichtiger Aufhänger. Denn ist das Auto älter als 6-8 Jahre, kann man davon ausgehen, dass der Verschleiß an Motor, Getriebe, Achsen, etc. schon recht fortgeschritten sein muss. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass Autos nach 6 Jahren abgenutzt sind. Die reale Nutzungsdauer entspricht dem natürlich nicht – es fährt so lange, wie es fährt – aber ab 6 Jahren sollte man ein besonderes Auge aufs Baujahr werfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass früher oder später etwas kaputt geht, ist nämlich spätestens ab hier höher, als bei einem Wagen, der erst 3-4 Jahre alt ist. Das alles ist im Einklang mit dem Kilometerstand festzustellen, der Auskunft darüber gibt, wie weit das Auto schon gefahren wurde. Sehr hohe Kilometerstände im Verhältnis zur Zeit (z.B. 5 Jahre und 300.000 Kilometer) lassen auch auf eine erhöhte Schadensgefahr schließen, wurde das Auto aber in der Zeit eher wenig bewegt (bis ca. 200.000 Kilometer), ist alles im grünen Bereich. Die Erstzulassung ist, sofern man an diesen Punkten dran ist, eher nebensächlich, aber natürlich auch zu klären.

Mit dem Postbank Kredit zum neuen Auto

Gehen wir weiter zu etwaigen Besitzerwechseln, die auf jeden Fall hinterfragt werden sollten. Wurde ein Auto mehr als 2-3 Mal vorher schon verkauft, muss es irgendeinen Haken geben, weshalb dies geschah. Besser ist es immer, wenn man der erste oder zweite Nachkäufer des Wagens ist. Grund für solche Verkäufe könnte zum Beispiel ein Unfall sein, der gerne vertuscht wird, wenn es an den Weiterverkauf geht – klingt zumindest nicht besonders toll, wenn man einen Unfallwagen kauft, der schon mal richtig kaputt war. Geringere (sichtbare) Schäden (z.B. Beulen durch ein Hagelunwetter) sollten hingenommen und von einem Gutachter abgenommen werden.

Im gleichen Zuge ist zu klären, ob das Auto generell öfter mal aufgrund eines Schadens in die Werkstatt muss oder ob es in der Vergangenheit bereits größere Reparaturen gab. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein größerer Schaden, der behoben wurde, nochmals auftritt, ist nämlich relativ hoch. Genauso ist die Wahrscheinlichkeit, dass chronische Macken wieder und wieder auftreten und Werkstattbesuche erfordern, hoch. Sofern ein eventueller Schaden die Leistung des Autos aber nicht beeinträchtigt, sollte er nicht allzu kritisch beäugt werden. Im Zweifel lässt man den Wagen einmal checken und/oder ein Gutachten erstellen. Wichtiger ist dagegen die TÜV-Prüfung, die alle zwei Jahre gesetzlich vorgeschrieben ist. War bei der letzten alles in Ordnung, gibt es (sofern bei allen anderen Faktoren ebenso alles gut war) grünes Licht für den Kauf – wenn bereits da etwas repariert oder gesondert gecheckt werden musste, lieber einmal mehr hinterfragen. Ebenso ist es gut zu wissen, wann die nächste Prüfung ansteht; wann man also das Geld bereit halten sollte.

Gebrauchtwagen finanzieren: Wie geht man am besten vor?

Grundsätzlich gibt es ja die Optionen Barbezahlung, Kreditfinanzierung, 0%-Finanzierung und Leasing, ganz allgemein für Fahrzeuge. Bei Gebrauchtwagen muss man diese etwas splitten. Kauft man den Wagen bei Privatleuten, ist das Geld auf jeden Fall bar und im Umschlag direkt vor Ort (ggf. auch mit Überweisung auf deren Bankkonto) zu zahlen. Hier kann höchstens im Hintergrund ein Kredit aufgenommen werden, um die Summe nicht allein und sofort vom Ersparten tilgen zu müssen. Etwas anders sieht es bei Händlern und Autohäusern aus. Je nachdem, wie groß diese sind, bestehen hier zusätzlich zum Kredit/Barzahlung die Optionen, zu 0% zu finanzieren, eine 3-Wege- oder Ballonfinanzierung abzuschließen oder das Auto zu leasen. Genau wie für Neuwagen. Nur kommt es dabei eben auf das Alter und den Zustand des Autos an. Kann man mit gesundem Verstand auch nachvollziehen: Denn hocken Händler auf einem Auto im Wert von 4.000 Euro, wollen sie es möglichst direkt loswerden und nicht noch mehrere Monate oder Jahre die Finanzierung des geringen Betrages abwarten. Nehmen wir aber an, die Optionen werden angeboten, welche ist dann die beste?

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Top 1: 0%-Finanzierung bei Gebrauchtwagen

Null-Prozent-Finanzierungen sind grundsätzlich super, da man sich nicht auf einen Schlag verschuldet, sondern anstelle der Einmalzahlung in mehreren Monatsraten den Gesamtbetrag ohne Zusatzkosten abbezahlt. Gerade aufgrund dessen, dass diese Methode unter Verbrauchern sehr gefragt ist, wird sie auch für Gebrauchtwagen immer häufiger angeboten, genau wie im Elektromarkt für den neuen Kühlschrank oder die Waschmaschine. Natürlich verpflichtet man sich, jeden Monat einen bestimmten Betrag zu bezahlen, aber rechnet man es vorher durch und geht die Rechnung auf, ist das kein besonderes Übel und auf jeden Fall einkalkulierbar.

Top 2: Gebrauchtwagen-Finanzierung per Kredit

Der Bankkredit funktioniert im Grunde genauso wie die 0%-Finanzierung, nur dass nicht ein Betrag nach und nach abbezahlt wird, sondern direkt anfangs eine Summe aufgenommen wird, wobei man von einer Leistung spricht, die Zusatzkosten in Form von Zinsen mitbringt. Sucht man aber gezielt nach Autokrediten (bzw. Gebrauchtwagendarlehen) statt einfachen Ratenkrediten, findet man auch besonders niedrige Zinssätze (Stichwort: Online-Kreditvergleich), und angesichts der sowieso eher kleinen Kreditsumme machen die Zinsmehrkosten im Gegensatz zur 0%-Finanzierung eigentlich keinen nennenswerten Unterschied.

Top 3: 3-Wege-Finanzierung: Überhaupt sinnvoll bei Gebrauchtwagen?

Bei der 3-Wege-Finanzierung leistet man zunächst eine Anzahlung und least das Auto dann klassischerweise über einen Zeitraum von 2-3 Jahren. Nach Ablauf der Zeit hat man die Möglichkeit, den Wagen zurückzugeben, per Kredit die Restsumme zu finanzieren oder aber die Schlussrate in einem Rutsch zu bezahlen. Wirklich sinnvoll ist das nur, wenn es sich um einen teureren Gebrauchtwagen oder Jahreswagen handelt, der noch nicht allzu lange auf den Straßen unterwegs ist. Normalerweise wird diese Finanzierung eher für Neuwagen angeboten – eine Garantie, dass sie für Gebrauchtwagen verfügbar ist, gibt es also sowieso nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass man einen günstigen, eher älteren Gebrauchtwagen von 4.000-6.000 Euro nicht erst leasen und dann groß nachfinanzieren oder schlusstilgen muss. Ganz im Sinne der Flexibilität, aber das ist wirklich nicht sinnvoll. Handelt es sich aber um einen Jahreswagen oder generell ein Auto im Top-Zustand, das noch einige Jahre vor sich hat, ist es eine Überlegung wert.

Top 4: Ballonfinanzierung beim Gebrauchtwagen: Gute Idee oder nicht?

Wir empfehlen prinzipiell, von Ballonfinanzierungen bzw. Ballonkrediten lieber die Finger zu lassen und packen diese daher auch auf den letzten Platz. Denn auch wenn die sehr niedrigen Monatsraten (meist günstiger als bei der 0%-Finanzierung oder beim Kredit) attraktiv wirken, am Ende wartet eine hohe Schlussrate, die auf jeden Fall gezahlt werden muss. Monatsraten von 200 Euro statt 400 Euro sind also nicht wirklich besser, wenn man am Ende 4.000 Euro in einer einzigen Rate bezahlen muss. So funktioniert das mit der Schlussrate hier aber. Ist man sich also sicher, dass das Geld zum Ende der Laufzeit auf jeden Fall vorhanden ist, kann man eine Ballonfinanzierung abschließen – ansonsten lieber auf die Alternativen konzentrieren.

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Alternative Leasing: Ist das bei Gebrauchtwagen überhaupt möglich?

Leasing ist eine indirekte Finanzierung des Autos, weil man nicht in den Eigentum kommt, sondern es lediglich benutzt, wie die Mietwohnung, die einem ebenso wenig gehört. Sinnvoll ist das Leasing bei Gebrauchtwagen schon, vorausgesetzt, es wird angeboten. Da es aber ähnlich wie die 0%-Finanzierung unter den Verbrauchern angesagt ist, steigen immer mehr Händler, Autohäuser und Drittanbieter wie SIXT mit ein und bieten Leasingpakete für Privatfahrer. Wie hoch die Kosten dabei sind, hängt ganz vom Angebot ab. Lohnen tut es sich aber nur, wenn es sich abermals um einen eher neuen Wagen handelt, da auch hier der Punkt seitens der Partner greift, dass alte, gebrauchte Autos lieber vom Hof gewünscht werden, als dass man mit ihnen noch langfristige Finanzierungen durchführt. Da in den Leasingpaketen auch meistens eine Versicherungs- und Werkstattkosten-Pauschale mit inbegriffen ist und sich – wie vorhin beschrieben – mit zunehmendem Alter des Gebrauchtwagens die Wahrscheinlichkeit für Werkstattbesuche erhöht, wäre es ohnehin wenig effizient für den Partner, das Leasing durchzuführen, wenn das Auto immer öfter in der Werkstatt steht. Sofern es aber angeboten wird, ist es wohl für alle sinnvoll, die sich nicht ganz fest an das Auto binden möchten (was sie bei allen anderen Finanzierungen tun) und die Möglichkeit haben wollen, aus dem Leasingvertrag auszusteigen und das Auto abzugeben.

Welche Finanzierung für Gebrauchtwagen hat die meisten Vorteile?

Es ist eine gute Frage, mit welcher Finanzierung man final nun am besten wegkommt, wenn es um einen Gebrauchtwagen statt Neuwagen geht. Welche Finanzierung die beste ist, das hängt ganz von dem ausgesuchten Auto ab, also seinem Wert. Kredite gehen wohl immer, da sie eine sichere und planbare Finanzierung versprechen. Kommen wir aber zu den verschiedenen Auto-Werten:

PreisFinanzierung Warum?
< 5.000 €Barzahlung oder 0%-FinanzierungEinen Aufwand bis 5.000 Euro per Kredit zu bezahlen, ergibt keinen Sinn, so mal Autokredite mit günstigen Zinsen bei diesem Wert noch gar nicht vergeben werden, so also nur teurere Ratenkredite. Den Preis kann man wohl mit etwas sparen oder, wenn verfügbar, mit einer 0%-Finanzierung am besten abbezahlen.
5.000 - 12.000 €0%-Finanzierung oder KreditGerade bei der oberen Grenze dieses Volumens sollte es sich um einen eher hochwertigen Wagen handeln, wo in der Regel auch schon Autokredite zu haben sein sollten. Ansonsten ist einmal mehr die 0%-Finanzierung empfohlen. Je nach Händler besteht vielleicht sogar schon die Möglichkeit einer 3-Wege-Finanzierung. Leasing sollte vermieden werden, da der Wert des Autos noch so gering ist, dass man ihn per Finanzierung noch bezahlen kann und nicht auf eine günstige Leihgabe angewiesen sein sollte. An der unteren Grenze dürfte es mit dem Kredit abermals noch schwierig werden, im Zweifel einfach noch etwas länger sparen oder nach dem Nullprozent Ausschau halten.
12.000 - 25.000 €0%-Finanzierung, Kredit oder 3-Wege/Leasing, BallonkreditEin Gebrauchtwagen in diesem Preisvolumen muss schon ein |hochwertiger Wagen von entsprechender Marke und Qualität sein, wenn nicht sogar ein Jahreswagen. Hier lohnt es sich für Händler / Autohäuser auch, alle möglichen Finanzierungen anzubieten, weshalb man also oft freie Wahl hat. Kredite und 0%-Finanzierungen sind hier in der Regel definitiv möglich, sofern man flexibel bleiben möchte, gerne auf 3-Wege-Finanzierung oder Leasing achten. Ballonkredite nur dann eingehen, wenn man die Schlussrate definitiv bezahlen kann.
> 25.000 €0%-Finanzierung, Kredit oder 3-Wege/Leasing, BallonkreditIm Grunde unterscheidet sich dieser Bereich kaum vom vorherigen. Gerade hier sollte man freie Wahl haben, was die Finanzierung angeht. Kredite und 0%-Finanzierungen sind ab hier aber mit Vorsicht zu genießen, da die Monatsrate hier schon recht hoch liegt und unter Umständen per einfachem Monatseinkommen nicht mehr bezahlbar ist (abhängig von der Laufzeit). Eine 3-Wege-Finanzierung ist eher zu empfehlen (in allen Stadien eher niedrige Raten). Ballonkredite lieber vermeiden, weil sie eine enorme Schlussrate haben, Leasing geht als Alternative in Ordnung, sofern angeboten.
Zusammenfassung: Gerade für günstige Gebrauchtwagen sollte man sich – sofern nicht sowieso nur eine Barzahlung oder Zahlung per Kreditkarte funktioniert – nach günstigen Krediten und gegebenenfalls 0%-Finanzierungen umschauen. Bezüglich der Kredite ist aber zu beachten, dass diese erst ab einer bestimmten Grenze als Autokredit mit günstigen Zinsen angeboten werden. Bei teureren Gebrauchtwagen – insbesondere solchen, die ab 15.000-20.000 Euro angeboten werden, kann sich zunehmend auch Leasing oder eine 3-Wege-Finanzierung lohnen, wohingegen Kredite und 0%-Finanzierungen zunehmend eher wegfallen, da ihre Monatsraten abhängig von der Laufzeit zu sehr in die Höhe gehen würden und man sich dadurch im sonstigen Leben sehr einschränken müsste. Das ist im Einzelfall auszurechnen.

Gebrauchtwagen-Finanzierung ohne SCHUFA möglich?

Eine Finanzierung ohne SCHUFA kommt erst dann in Frage, wenn man wirklich keine gute Bonität hat. Bevor man aber die hierin enthaltenden Alternativen wahrnimmt, sollte man lieber versuchen, seine Bonität zu verbessern und zurück ins Rennen zu gelangen, wo man bei Kreditanfragen keine sofortige Absage erhält. Ansonsten sind Privatkredite beispielsweise von Smava oder Auxmoney eine gute, aber zinsmäßig durchaus teurere Alternative. Anbieter, die direkt mit einem Kredit ohne SCHUFA werben, sollten eher umlaufen werden, da diese nur selten wirklich seriös sind. Man sollte dabei darauf achten, wie bekannt der Name unter allen Anbietern tatsächlich ist. No-Name-Anbieter, von denen man nie gehört hat, sind oft ebensolche unseriösen Kandidaten.

 

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Sondertilgungen: Funktioniert das auch bei der Gebrauchtwagen-Finanzierung?

Sondertilgungen sind nicht von dem abhängig, was man finanziert – also nicht davon, ob man in diesem Fall einen Neuwagen oder Gebrauchtwagen kaufen möchte. Sondern werden je Finanzierung in die Konditionen integriert oder auch nicht. Ob sie möglich sind, hängt von der Bank, dem Händler oder dem Autohaus ab. Pluspunkte erhalten aber auf jeden Fall die Anbieter, bei denen Sondertilgungen möglich sind – gerade im Bereich der Kredite, da man hierdurch die Chance bekommt, zu einem späteren Zeitpunkt umzuschulden.

Fazit

Eine Gebrauchtwagen-Finanzierung ist in jedem Fall dann empfehlenswert, wenn einem der Neuwagen schlichtweg zu teuer ist oder eben ein günstiger Wagen für die geplanten Verwendungszwecke durchaus ausreicht. Jahreswagen sind eine gute (und im Verhältnis günstige) Alternative, wenn das Auto nicht vom Fließband kommen soll, aber auch nicht schon jahrelang unterwegs ist. Beachtet man die Tipps zu den Kaufpreisen und den entsprechenden Finanzierungen dahinter, lässt sich eine entspannte Finanzierung vornehmen, die den Spaß am Fahren des Gebrauchtwagens nicht mindern wird.

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Eike Kewitz

Chefredakteur Kredite.org

Eike Kewitz

Nach seinem Abitur machte sich Eike unmittelbar als freiberuflicher Texter selbstständig und baute sein Unternehmen selbst während seiner folgenden Vollzeit-Ausbildung im Marketing immer weiter aus. Mittlerweile hat er sich vor allem auf das Ressort Finanzen - Kredite, Konten, Geldanlage - spezialisiert und steuert als Hauptredakteur nun auch für uns regelmäßig News und Ratgeber bei. Neben diesem Portal ist er in weiteren spannenden Projekten involviert.