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easyfolio Erfahrungen – der Robo Advisor im Test

Automatisierte Vermögensverwaltung bei easyfolio im ÜberblickInfo

  • Schon ab 100,- Anlagevermögen
  • Auch bei der Hausbank als Fonds verfügbar
  • Wahlweise auch easyfolio Depot
  • Semipassive Anlagestrategie
  • Testnote: Gut

easyfolio funktioniert anders als die meisten anderen Robo Advisor. Denn um hier zu investieren, muss niemand ein Depot bei dem Unternehmen eröffnen. Stattdessen lassen sich die einzelnen Strategien als Investmentfonds über die Hausbank kaufen. Ein easyfolio Depot bringt allerdings trotzdem Vorteile.

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Die wichtigsten Daten zum easyfolio Robo Advisor

Name easyfolio
Unternehmen easyfolio GmbH, Tochter der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG
Art des Unternehmens Finanzanlagenvermittler
Unternehmenssitz Frankfurt am Main
Regulierung IHK Frankfurt am Main
Verwendete Anlageklassen Aktien, Anleihen
Verwendete Produkttypen ETF
Depotbank ebase oder Hausbank
Mindestanlage nach Börsenpreis
Sparplan Ja
Gebühren Verwaltungsvergütung 0,59 % p.a., Sonderkonditionen bei easyfolio flex
Beratung Nein
App keine

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Die Vorteile:

  1. Als Fonds käuflich – kein Depotwechsel nötig
  2. Niedrige Mindesteinzahlung
  3. Spar- und Entnahmepläne
  4. Keine Beratung

Die Nachteile:

  1. Nur drei Strategien
  2. Wenig Anlageklassen
  3. Zusatzkosten für Kauf der Fonds

Testkategorie 1: Die Anlagephilosophie – Nicht bewertet

Breit streuen, die Renditechancen des Aktienmarktes nutzen, kostengünstige ETFs kaufen und Chancen und Risiken ins richtige Verhältnis setzen. Das sind die wichtigsten Ziele von easyfolio – und auch die der meisten anderen Robo Advisor. Damit unterscheidet sich easyfolio hier nicht wesentlich von Konkurrenten wie Scalable Capital. Firmen die auch in aktive Fonds investieren wie beispielsweise Cominvest sind dagegen eher die Ausnahme. Auch orientiert sich der Algorithmus weniger an Prognosen als das beispielsweise bei Whitebox der Fall ist.

Risiko bei ETFs

Auch Konkurrenten wie die Wüstenrot Bank setzen überwiegend auf ETFs.

easyfolio verfolgt überwiegend eine sogenannte semipassive Anlagestrategie. Das Unternehmen versucht also nicht den Markt zu schlagen, sondern Kunden an der allgemeinen Entwicklung an den Märkten teilhaben zu lassen – allerdings mit weniger Risiko, als das der Fall wäre, wenn Anleger einfach ihr Vermögen in einen DAX-ETF oder gar eine einzelne Aktie steckten.

Das Unternehmen streut nämlich die Gelder über verschiedene Regionen und Branchen. Außerdem findet vierteljährlich ein sogenanntes Rebalancing statt. Wenn beispielsweise Aktien deutlich stärker an Wert gewinnen als Anleihen, dann nimmt damit auch ihr Anteil am Wert des Depots zu. Das wird quartalsweise ausgeglichen, beispielsweise indem Aktien ver- und Anleihen gekauft werden.

Besonderheit easyfolio flex

Dabei fällt der easyfolio flex, oft als EASYflex bezeichnet, etwas aus der Reihe. Der Fonds hört auch auf den Namen H & A Asset Allocation Fonds B und wurde erst später als easyfolio vermarktet.

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Lässt sich der richtige Ein- und Ausstiegszeitpunkt an der Börse objektiv ermitteln? Oder ist das nur Glücksspiel?

Dabei handelt es sich um einen aktiven Fonds. Hier kann der Aktienanteil zwischen 0 und 100 Prozent schwanken. Ob Anleger auf diese Art eine Extrarendite erwirtschaften können ist umstritten. Wir haben – wie bei allen Robo Advisor Tests – die Kategorie „Strategie“ nicht bewertet. Zum Testzeitpunkt jedenfalls war easyfolio mit dem EASYflex nicht erfolgreich. Während die anderen drei Fonds von der Ratingagentur Morningstar vier von fünf Sternen erhielten, waren es bei diesem Fonds nur zwei von fünf. Grund für die schlechte Wertung ist die mäßige Wertentwicklung, der easyfolio 70 erzielte von Januar 2015 bis Ende 2017 rund dreimal so viel Gewinn.

Mehr klassischer Fonds als Robo Advisor

Der EASYflex ist insgesamt mehr ein klassischer Dachfonds als ein Vermögensverwalters-Produkt. Grundsätzlich sind alle easyfolios Dachfonds und vom Prinzip funktionieren auch die Angebote anderer Robo Advisor ähnlich. Allerdings bilden sie jeweils bestimmte Risikoneigungen ab, dagegen schwankt beim EASYflex der Aktienanteil. Hier steht nicht Risikostreuung im Vordergrund, sondern der Versuch eine Extrarendite zu erzielen. Wer sich von easyfolio eine zur persönlichen Lebenssituation passenden Strategie vorschlagen lässt, bekommt den easyFLEX deshalb nicht angezeigt. Konsequenterweise berücksichtigen auch wir ihn deshalb nur am Rande.

easyfolio flex was ist das

Wer eine passende Strategie ermitteln lässt, bekommt nur die Produkte easyfolio 30, 50 und 70 angezeigt. Die Zahl steht dabei für den Aktienanteil.

Der Fonds wird von der Luxemburger Tochter des Bankhauses Hauck und Aufhäuser herausgegeben und damit von einer anderen Investmentgesellschaft als die übrigen drei Fonds (siehe Testkategorie Vertrauen & Sicherheit). Auch die Kostenstruktur ist anders. Die Gebühren bewegen sich im für aktive Fonds üblichen Rahmen und sind damit deutlich höher als bei anderen Robo Advisors oder den drei übrigen easyfolios. Außerdem fällt beim Kauf dieses Fonds im Regelfall ein Ausgabeaufschlag an, anders als bei seinen passiven (Halb-) Geschwistern.

easyfolio flex Test

Da easyFLEX nur eine andere Bezeichnung für den aktiven H & A Asset Allocation Fonds ist, berücksichtigen wir ihn im weiteren Text nur am Rande.

Dass es sich streng genommen um keinen easyfolio-Fonds handelt zeigt schon der Name. Üblicherweise findet man ihn bei fast allen Broker nicht unter dem Namen easyFLEX oder easyfolio Flex, sondern als H & A Asset Allocation Fonds.

Zwischenfazit: easyfolio verfolgt überwiegend einen semipassiven Investmentansatz auf Basis von ETFs, so wie fast alle Konkurrenten ebenfalls. Beim easyFLEX handelt es sich dagegen um einen aktiven Fonds. Dieser wird im weiteren Beitrag aber nicht Thema sein.

Testkategorie 2: Das Angebot – Testnote Befriedigend

Lediglich drei Grundstrategien bietet easyfolio im passiven Bereich, das ist sehr wenig. Sie unterscheiden sich vor allem im Aktienanteil, Besonderheiten wie nachhaltige Strategien bietet easyfolio nicht. Zudem beschränkt sich die Auswahl an Anlageklassen auf Aktien und Anleihen. Das sind zweifelsohne die beiden wichtigsten, doch auch Rohstoffe und Immobilen können unter Umständen sinnvoll als Beimischung sein.

Zwischenfazit: Die Zahl der Strategien für passive Anleger ist mit drei sehr übersichtlich. Zusätzlich gibt es noch die Strategie EASYflex

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Testkategorie 3: Ein- und Auszahlungen – Testnote Sehr gut

Das Besondere bei easyfolio ist die Konstruktion als Investmentfonds. Das macht Ein- und Auszahlungen besonders einfach. Wer bereits einen Broker hat und zufrieden ist, kann über ihn einen der vier Fonds kaufen. Bei vielen Anbietern sind zumindest für die Fonds easyfolio 30, easyfolio 50 und easyfolio 70 sogar Sparpläne möglich.

consorsbank

easyfolios lassen sich auch über die Hausbank kaufen. Das ist natürlich nur sinnvoll, wenn man mit seiner Bank zufrieden ist. Foto: Lucky Horn, www.fotografie-christian-horn.de www.facebook.com/nulleinsfoto/

Natürlich ist das nur sinnvoll, wenn man einen guten und günstigen Broker hat. Wir haben eine ganze Reihe von Anbietern getestet, beispielsweise

Wer keinen Sparplan nutzt, kann allerdings immer nur ganze Anteile kaufen. Alle drei Fonds waren im April 2014 mit einem Wert von 100,- Euro gestartet. Wer damals investieren wollte, musste also einen durch 100 teilbaren Betrag anlegen, beispielsweise 500,- Euro. Mittlerweile hat sich der Kurs verändert und damit auch der Mindestbetrag.

easyfolio Depot

Ein eigenes easyfolio Depot bietet allerdings auch dann Vorteile, wenn man bereits ein Depot bei einer anderen Bank besitzt. Denn dort lassen sich easyfolios kostenlos kaufen und verkaufen. Auch Strategiewechsel sind gebührenfrei möglich. Wer bei einem anderen Broker sein easyfolio 30 gegen einen easyfolio 70 tauschen möchte, muss dafür im Regelfall Kauf- und Verkaufsgebühren zahlen.

easyfolio Depot Kritik

Ein eigenes easyfolio Depot bringt einige Vorteile.

Außer easyfolios können auch Fonds von Partnern gekauft werden. Einen Zugang zu den allgemeinen Wertpapierbörsen bietet das Depot allerdings nicht. Auch die Tatsache, dass – außer bei Sparplänen – nur ganze Anteile gekauft werden können gilt weiter. Allerdings liegt die Mindestsparrate beim Sparplan hier mit 10,- Euro ausgesprochen niedrig.

Auszahlplan

easyfolio bietet auch einen Auszahlplan. Wer sein Einkommen aus dem Vermögen aufbessern will, kann sich monatlich einen Betrag ab 10,- Euro aus seinem easyfolio-Guthaben auszahlen lassen. Allerdings bietet nur der easyfolio 50 diese Option. Außerdem wird ein solcher Entnahmeplan nicht von allen Banken angeboten. Im Zweifelsfall können Kunden aber ein easyfolio Depot eröffnen.

Zwischenfazit: easyfolios können über fast jeden Broker gekauft werden. Besonders günstig geht es mit dem eigenen easyfolio Depot.

Testkategorie 4 – Gebühren und Kosten – Testnote gut

Die Kosten sind nur schwer mit denen anderer Robo Advisor zu vergleichen. Da es sich um einen Fonds handelt ist easyfolio gesetzlich verpflichtet, die Gesamtkostenquote anzugeben. Darin enthalten sind nicht nur die Verwaltungskosten von easyfolio, sondern auch die Kosten für die im Depot enthaltenen Fonds.

Andere Robo Advisor geben im Regelfall nur die Kosten für Wertpapierauswahl, Kauf und Verkauf sowie Depotgebühren an und führen die Fondskosten getrennt auf. Deshalb sind die Kosten nicht direkt mit denen anderer Anbieter vergleichbar. Um trotzdem Vergleichbarkeit zu gewährleisten, haben wir in der Tabelle am Anfang nur die Verwaltungskosten aufgeführt.

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zur Kostentransparenz bei Fonds sind die Angaben von easyfolio nicht direkt mit denen anderer Robo Advisor vergleichbar.

Sie liegen mit 0,59 Prozent im mittleren Bereich. Für geringe Beträge sind sie etwas günstiger als bei der Mehrzahl der Konkurrenten, für hohe Summen etwas teurer. Wie bei fast allen Vermögensverwaltern und auch praktisch allen Fonds wird die Gebühr als Anteil vom verwalteten Vermögen erhoben.

Hinzu kommen Gebühren für die von easyfolio gekauften ETFs. Diese sogenannten Zielfondskosten betrugen im Jahr 2017 durchschnittlich 0,26 Prozent. Der Wert kann sich natürlich ständig ändern, wenn easyfolio neue Fonds kauft und diese günstiger oder teurer sind.

Zusatzkosten bei easyfolio

Allerdings gibt es durch die Konstruktion als Fonds eine Besonderheit. So können Orderkosten von der Hausbank hinzukommen. Auch viele Online-Broker verlangen für jede Order mindestens rund zehn Euro. Allerdings gibt es niedrigere Kosten bei Sparplänen. Einzelne Discountbroker wie Flatex bieten außerdem günstigere Konditionen.

Ordergebühren easyfolio

Große Broker wie ING-DiBa, DKB, Consorsbank, Comdirect oder 1822direkt (im Bild) verlangen meist mindestens rund zehn Euro pro Order.

Wer sich für das easyfolio Depot entscheidet, muss ebenfalls mit weiteren Kosten rechnen. Je nach Zahl der Depotpositionen fällt eine Gebühr zwischen 12,- und 36,- Euro pro Jahr an. Dafür entfallen alle Ordergebühren. Damit unterscheidet sich das Modell deutlich vom üblichen Vorgehen, bei dem Broker auf eine Jahresgebühr verzichten, dafür aber die Transaktionen kostenpflichtig sind.

Zwischenfazit: easyfolio ist weder deutlich günstiger noch deutlich teurer als die Masse der Konkurrenten. Hinzu  können Depotgebühren kommen.

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Testkategorie 5: Sicherheit – Testnote gut

Hinter easyfolio steht die Privatbank Hauck und Aufhäuser. Sie kaufte das Unternehmen 2016 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Wurzeln der neuen Muttergesellschaft reichen zurück bis ins Jahr 1796, als in Frankfurt das Bankhaus Hauck gegründet wurde. Durch Fusion mit der 1870 gegründeten Privatbank Aufhäuser aus München entstand 1998 die heutige Bank. Seit 2016 gehört das Geldinstitut zu Fosun, einem chinesischen Mischkonzern.

Fosun easyfolio

Eigentümer von Hauck & Aufhäuser und damit auch easyfolio ist der chinesische Mischkonzern Fosun.

easyfolio selbst besitzt bisher allerdings nur eine Lizenz als Finanzanlagenvermittler. Das ist ungewöhnlich, die meisten Robo Advisor sind als Vermögensverwalter zugelassen und werden von der BaFin überwacht. Für die Zulassung als Finanzvermittler ist nur eine Registrierung bei der IHK nötig, dafür dürfen Anlagevermittler aber nicht selbständig Anlageentscheidungen für ihre Kunden treffen, sondern nur Vorschläge machen.

Die Partner

Aus diesem Grund hat easyfolio die Kooperation mit Partner gesucht, denn auch Fonds darf das Unternehmen nicht selbständig herausgeben. Emittent ist deshalb die Internationale Kapitalanlagegesellschaft aus Düsseldorf, kurz INKA. Dabei handelt es sich um eine Tochter der Privatbank Trinkaus & Burkhardt AG, die selbst wiederum zu mehr als 80 Prozent der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) gehört.

Ärztebank

Die genossenschaftliche Deutsche Apotheker- und Ärztebank steht eigentlich nur Angehörigen der Heilberufe offen. Allerdings macht sie im Großkundengeschäft manchmal auch eine Ausnahme. So ist sie Depotbank für easyfolio.

Depotbank für die Wertpapiere ist allerdings die Deutsche Apotheker- und Ärztebank. Diese Genossenschaftsbank hat sich eigentlich ganz auf die Angehörigen von Heilberufen spezialisiert, übernimmt hier aber die Rolle einer Depotbank für die vom Robo Advisor gekauften  ETFs.

Diese ETFs kommen von den Anbietern Blackrock (iShares) und der United Bank of Switzerland (UBS). Warum sich easyfolio allerdings auf zwei ETF-Partner beschränkt, ist unklar. Immerhin würde mehr Auswahl auch die Chance auf günstige Preise erhöhen.

Comdirekt als Partner beim easyfolio Depot

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank verwahrt allerdings nur die ETFs, die easyfolio zur Gestaltung seiner Dachfonds verwendet. Das easyfolio Depot, in dem wiederum diese Dachfonds verwahrt werden, wird bei ebase geführt.

ebase ist eine Tochtergesellschaft der Comdirect Bank.

ebase ist aus der ehemaligen Cominvest hervorgegangen, der ältesten deutschen Fondsgesellschaft, die einige Anleger auch noch unter der Abkürzung ADIG kennen. Das Fondsgeschäft wurde allerdings längst an die Allianz-Versicherung verkauft, unter dem Namen Cominvest findet man heute den Robo Advisor der Comdirekt Bank.

Die Bank, die mit gesamtem Namen European Bank für Financial Services heißt, tritt ausschließlich als Dienstleister für andere Banken sowie Vermögensverwalter auf. Sie wickelt beispielsweise auch das gesamte Depotgeschäft der Wüstenrot Bank ab. Außerdem betreibt sie unter dem Namen fintego einen eigenen Robo Advisor.

Zwischenfazit: easyfolio ist formell nur ein Anlageberater, daher kooperiert das Unternehmen mit zahlreichen Partnern.

Testkategorie 6: Website und Apps – Testnote gut

easyfolio bietet das, was wir bei vielen Konkurrenten wie LIQID vermisst haben, nämlich eine übersichtliche Darstellung zum Produkt. Dafür ist das Unternehmen in anderen Bereichen wie dem Hintergrundwissen nicht so stark wie einige Konkurrenten.

easyfolio Depot eröffnen

easyfolios lassen sich über viele Broker kaufen. Leider wird bei vielen Anbietern der Name nicht richtig angezeigt. Wer sich dahinter verbirgt findet man erst heraus, wenn man mit dem Cursor über die Schaltfläche „Depot eröffnen“ fährt.

Weil easyfolios als Fonds konzipiert sind, können Kunden auf verschiedenen Wegen investieren. Außer über das easyfolio Depot eben auch über zahlreiche andere Banken. Wer noch keinen Broker hat, kann gleich mit dem Kauf eines easyfolios ein Depot eröffnen. Allerdings gibt easyfolio keine Information über Qualität und Gebühren der jeweiligen Anbieter. Besser ist es daher, sich auf unserer Seite über einen guten Broker zu informieren.

Welcher easyfolio der Richtig ist, können Kunden unter „Anlegertyp ermitteln“ herausfinden. Der easyFLEX wird dabei nicht berücksichtigt, mit ein Grund warum wir ihn in diesem easyfolio Test nur am Rande mit einbeziehen.

Keine Apps

Apps bietet easyfolio bisher keine. Das ist bei Fondsgesellschaften aber auch nicht üblich. Den ge- und verkauft werden die Papiere ja über einen anderen Broker – falls man sich nicht für das easyfolio Depot entschieden hat.

Etwas missverständlich ist die Übersicht zur Struktur des easyFLEX. Der hier als „Aktien – Irland“ gekennzeichnet Fonds enthält US-Aktien. Irland ist lediglich das Fondsdomizil. Bei den anderen easyfolios ist die Darstellung besser.

Dafür lässt sich zu jedem Fonds die Zusammensetzung aufrufen. Auf einen Blick können Kunden sehen, welche Indizes die ETFs nachbilden und aus welchen Regionen die darin enthaltenen Firmen kommen. Nur beim easyFLEX ist den Online-Redakteuren ein Fehler passiert, statt der Heimat des abgebildeten Index werden hier die Domizile der im Dachfonds enthaltenen ETFs abgebildet.

Zwischenfazit: Es gibt eine übersichtliche Darstellung der Produkte, allerdings wenig Hintergrundwissen.

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Testkategorie 7: Service und Beratung – Testnote Gut

Weil die easyfolios als Fonds gekauft werden können, ist auch weniger Beratung nötig. Fragen zur Einrichtung eines Freistellungsauftrags, der Änderung des Passwortes oder ähnliches müssen an die Depotbank gestellt werden. Beim easyfolio Depot ist das ebase, sonst die vom Kunden selbst gewählte Bank.

easyfolio Rating

Etwas missverständlich ist die Tatsache, dass beim angezeigten Rating nicht klar wird, dass die maximale Anzahl von Sternen bei fünf liegt.

Fragen zum easyfolio selbst können entweder per E-Mail oder telefonisch gestellt werden. Eine echte Anlageberatung bietet easyfolio nicht, das ist aber auch nicht üblich. Zu den wenigen digitalen Vermögensverwaltern, die auf Wunsch (und gegen eine etwas höhere Gebühr) auch eine Beratung anbieten, gehört quirion.

Zwischenfazit: Bei den meisten Fragen wendet man sich am besten an die Depotbank, nur Fragen zum easyfolio selbst stellt man an die Vermögensberater.

easyfolio Bewertung: gut

easyfolio fällt aus dem Rahmen, weil Kunden hier kein Depot bei dem Unternehmen benötigen, sondern die einzelnen Strategien als Fonds gehandelt werden. Als Folge daraus gibt es allerdings nur drei Strategien. Die klassischen easyfolios verlangen nur auf den ersten Blick höhere Gebühren als die Konkurrenz, denn in den angegebenen Kosten sind bereits diejenigen für die im Dachfonds enthalten ETFs enthalten. Ein Anbieter vor allem für jene, die das Prinzip eines Robo Advisors erst einmal ausprobieren wollen.

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T_Weigel_Autor

Chefredakteur Kredite.org

Peter König

Peter König kümmert sich als hauptverantwortlicher Chefredakteur unseres Portals vor allem um die Themen Aktien, Fonds und Geldanlage. Schon früh hatte König großes Interesse am Wirtschaftsgeschehen und dem Finanzmarkt. Einer Lehre als Bankkaufmann folgte das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Nach dem Diplom trat der heute 58-Jährige eine Festanstellung als Fondsmanager bei einem großen Geldinstitut an, für das er heute noch in Teilzeit tätig ist.