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Lange Zinsbindung kann sich für Kreditnehmer lohnen

Auch wenn die Hypothekenzinsen aktuell extrem günstig sind, können Kreditnehmer dennoch eine falsche Entscheidung treffen, was die Art der Zinsgestaltung angeht. Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass mehr als 20 Prozent aller Verbraucher, die in Kürze eine Immobilienfinanzierung vornehmen möchten, nicht wissen, wann sie ein variabel verzinsliches Darlehen und wann eine Zinsfestschreibung wählen sollen.

  • derzeit ist eine lange Zinsbindung empfehlenswert
  • aktuell keine Immobiliendarlehen mit variablem Zinssatz wählen
  • Höhe der Zinsen ist auch von der Dauer der Zinsfestschreibung abhängig
  • idealerweise auch Sondertilgungsrecht vereinbaren (Ratgeber: An ausreichende Tilgung denken)

Die Entscheidung zwischen einem variabel verzinslichen Immobiliendarlehen und einem Baudarlehen mit Zinsfestschreibung ist sicherlich in der Vergangenheit nie so leicht wie zurzeit gewesen. Denn da sich im Prinzip jeder Kreditnehmer die jetzt extrem niedrigen Bauzinsen (Ratgeber: Können diese unvorsichtig machen? und welche Risiken gehen von diesen niedrigen Zinssätzen aus?) so lange wie möglich sichern möchte, kommt im Grunde auch nur eine Zinsfestschreibung infrage. Denn bei einem variablen Zinssatz würden die Zinsen auch für den Kreditnehmer steigen, wenn sich das allgemeine Zinsniveau anheben sollte.

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Aus dem Grunde empfehlen die Experten zurzeit auch, dass Kreditnehmer im Zuge einer Erstfinanzierung einen Immobilienkredit wählen sollten, dessen Zinsfestschreibung sich mindestens über einen Zeitraum von zehn Jahren erstreckt. Wer möchte, kann sich aber gerne auch für noch längere Zinsbindungsfristen entscheiden, also für 15 oder 20 Jahre.

vertrag_stempelZu beachten ist dabei allerdings, dass die Höhe des Zinssatzes natürlich auch von der Wahl der Zinsbindungsdauer abhängt. So ist der Bauzins natürlich derzeit bei einer zehnjährigen Zinsbindung etwas niedriger, als wenn der Kunde eine Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren wählt. Auch auf die Vereinbarung möglicher, kostenloser Sondertilgungen sollte man Wert legen.

Über die Zinsbindung verhandeln lohnt sich

Aktuell ist es relativ einfach, den Kunden zu raten, für welche Zinsbindung sie sich bei einem Hypothekendarlehen entscheiden sollten. Während variabel verzinsliche Darlehen aufgrund der derzeitigen Niedrigzinssituation absolut nicht empfehlenswert sind, ist es auf der anderen Seite so, dass die Zinsfestschreibung über einen möglichst langen Zeitraum aktuell das Nonplusultra ist. Dabei sind nicht nur Fristen von fünf oder zehn Jahren gemeint, sondern – falls es bei der entsprechenden Bank möglich ist – der Kunde sollte sich auf jeden Fall für eine Zinsbindung von 15, 20 oder im besten Fall 25 Jahren entscheiden. Das Problem kann allerdings darin bestehen, dass bei Weitem nicht alle Banken diese sehr langen Zinsbindungen im Angebot haben.

Nach wie vor liegt der Standard im Bereich Baukredite bei einer Zinsbindung von fünf oder zehn Jahren. Allerdings ist in der jüngeren Vergangenheit zu beobachten, dass auch immer mehr Banken dazu bereit sind, eine Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren anzubieten. Im Idealfall ermöglicht es das Kreditinstitut sogar, dass Zinsbindung und die gesamte Kreditlaufzeit übereinstimmen, wie es zum Beispiel auch bei jedem Bauspardarlehen der Fall ist. Oftmals ist in dem Zusammenhang auch das Verhandlungsgeschick des Kunden notwendig, denn natürlich versuchen die Banken, insbesondere die langen Zinsbindungsfristen mit einem teureren Zinssatz zu verbinden. Es kommt letztendlich also auch für den Kunden darauf an, genau zu kalkulieren, ob sich ein Kredit zu einem etwas geringeren Zinssatz mit einer ebenfalls geringeren Zinsbindung lohnt oder ob man sich doch für die sehr langfristige Zinsbindungen entscheidet, die dann allerdings meistens einen etwas höheren Zinssatz beinhalten. Diese Kalkulation ist nicht immer ganz einfach, da natürlich weder Banken noch Kreditnehmer wissen, auf welchem Niveau sich die Zinsen beispielsweise in zehn oder 15 Jahren bewegen werden. Daher ist es stets sinnvoll, verschiedene Modelle zu kalkulieren, damit am Ende die möglichst beste Finanzierung erzielt werden kann.

Sowohl Kreditnehmer, die derzeit eine Erstfinanzierung durchführen, als auch Kreditnehmern, bei denen eine Anschlussfinanzierung ansteht, sollten sich derzeit für eine lange Zinsbindung von mindestens 10-15 Jahren entscheiden. Darüber hinaus wäre es ideal, wenn auch noch kostenfreie Sondertilgungen möglich wären, wie zum Beispiel bis zu 10.000 oder 20.000 Euro im Jahr. An ausreichende Tilgung bei niedrigen Hypothekenzinsen denken!


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Brigitte Papst

Redakteurin Kredite.org

Brigitte Papst

Brigitte Papst schreibt als freie Redakteurin über Finanz-, Immobilien- und Verbraucherthemen. Sie studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität in Münster sowie "International Relations" (M.A) an der University of Birmingham (Großbritannien). Neben ihrer journalistischen Tätigkeit arbeitet Papst als Unternehmens- und Anlageberaterin. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.