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Kleinkredite und Investmentbanking

Spaltet sich das Investmentbanking gänzlich vom Markt für Kleinkredite?

Das Investmentbanking wird als das Geschäft moderner Investment Banken bezeichnet. Dazu gehörten nicht nur Mergers & Acquisitions, sondern auch Corporate Finance, Structured Finance, Sales, Trading, Asset Management und vieles mehr. Investmentbanker hat Glamourfaktor. Kein Wunder, denn Investmentbanker gehören zu den am besten bezahlten Verdiener. Sie werden nach Erfolg bezahlt und kassieren oft auch Millionengehälter. Diese Menschen fahren Porsche oder sogar einen Ferrari. Allerdings ist dieser Job mit sehr vielen Überstunden verbunden. Es ist an der Regel so einige Nächte durchzuarbeiten. Bei der Deutschen Bank ist das Investmentbanking nicht ausschlaggebend. Es ist vielmehr nur ein Teilbereich von vielen. Es gibt aber auch Banken, die sich ganz auf das Investmenbanking konzentriert haben. Der Handel mit Wertpapieren, Anleihen und Rohstoffen gehört zu den typischen Geschäftsfeldern eines Investmentbankers. Der andere Teil bezieht sich auf die Beratung von Unternehmen. Im Grunde genommen versuchen Investmentbanker herauszufinden, ob es Sinn macht einen Wettbewerber aufzukaufen oder nicht.

Auf der anderen Seite haben wir auch den Markt für Kleinkredite. Im klassischen Sinne ist es nicht vorstellbar, dass private Personen an Privatpersonen Kredite vergeben. Der Grund liegt darin, dass die Margen aus einem Privatkundengeschäft ein stabiles Einkommen für die Bank darstellen. Ganz im Gegensatz zum Privatkundengeschäfts ist das Investment Banking viel größeren Schwankungen unterworfen.

Im Internet gibt es Anbieter, die Privatkredite vermitteln. Dieses Geschäfts wird immer beliebter und zieht nun auch professionelle Investoren an. Wir wollen in diesem Beitrag uns mit der Frage beschäftigen, ob Kleinkredite und Investmentbanking auseinandergehen.

Das Wichtigste zu diesem Beitrag

Zum Start dieses Artikels haben wir schon mal die wichtigsten Punkte aufgeführt:

  • P2P-Anbieter auf dem Vormarsch
  • Wall Street dringt in die P2P Plattformen ein
  • P2P-Anbieter bekommen neue Bezeichnung „Marketplace Lending“
  • Investmentbanking und Markt für Kleinkredite spalten sich nicht – sie zerschmelzen
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Investmentbanking

Spaltet sich das Investmentbanking vom Markt für Kleinkredite?

Man stelle sich vor, ein Händler bekommt einen Kredit von 25.000 Euro bewilligt. Dieser Kredit kommt aber nicht von einer Bank, sondern von verschiedenen privaten Geldgebern. Die Namen sind vielleicht nicht echt, denn oftmals handelt es sich um Pseudonyme. Das Geld ist aber echt, bzw. der Kredit ist realistisch. So kann es zum Beispiels ein, dass 5 verschiedene private Geldgeber eine Summe von 25.000 Euro aufbringen. Der Kreditnehmer muss nun innerhalb von 2 Jahren den Kredit abbezahlen. Der Zinssatz besitzt 13,8 Prozent und die monatliche Tilgung 1.357,47 Euro.

Kurios ist die Tatsache, dass der Geldgeber kein professioneller Investmentbanker ist, sondern eine Person, die Jeans und T-Shirts trägt, und keinen Anzug. Diese Person sitzt gut gelaunt in ihrem Büro und investiert fleißig Geld in verschiedene Projekte, weil die Renditen sehr hoch sind.

Der Name wo private Geldgeber und Geldnehmer zusammenkommen heißt Auxmoney. Auf dieser Internetplattform werden Kredite über ein „Peer-to-Peer-Lending“ System vermittelt. Der Gedanke dahinter ist folgender: Wenn jemand wie Dietrich Lutz Geld braucht, warum soll er nicht die Möglichkeit haben sich das Geld bei anderen Menschen um die Ecke zu leihen? Natürlich reden wir hier nicht vom Wurstverkäufer um die Ecke, sondern von Geldgebern, die über das Internet bzw. über diese Internetpattform Auxmoney ganz einfach zu erreichen sind. Betrachtet man diese Idee radikal, so reden wir hier über eine Welt, die ganz ohne Banken auskommt. Auf Kredite werden aber hier nicht verzichtet. Und dass erzeugte wirtschaftliche Wachstum ist riesig. Gruppen von privaten Geldgebern investieren in kleinere Projekte, damit diese wachsen und die Geldgeber sich an hohen Renditen erfreuen können.

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Vermittlung von Firmenkrediten

Auxmoney ist natürlich nicht der einzige Anbieter. Es gibt viele weiter Anbieter, die attraktive Firmenkredite vermitteln. Beispielsweise kommt Funding Circle aus Großbritannien. Auch Lendico und Bondora richten sich an private Kreditnehmer. Der Branchenprimus ist der Lending Club in den USA. Dieses Unternehmen ging Ende 2014 an die Börse und hat bereits Kredite in einer Gesamthöhe von zehn Milliarden Euro an private Geldnehmer vermittelt.

Die Plattformen machen gegenwärtig einen Marktanteil von gerade mal 2 Prozent aus. Sicherlich mag das noch wenig klingen, doch dieses Investment-Geschäft wächst sehr schnell. In den nächsten zehn Jahren könnte der Marktanteil schon bei 15 Prozent liegen oder auch mehr. Die Investmentbank Goldman Sachs hat diese Zahlen in einer jüngst veröffentlichten Studie behauptet.

Und was hat das Investmentbanking damit zu tun?

Investmentbanking

Und was hat das mit dem Investmentbanking zu tun?

Kommen wir jetzt zu der Frage, die uns sehr beschäftigt. Was haben Investmentbanking und der Markt für Kleinkredite gemeinsam bzw. wie unterscheiden sie sich?

Je mehr Peer-to-Per-Lending Anbieter es gibt, desto weiter scheinen sich diese Anbieter von ihrem Ursprung zu entfernen. Kurz gesagt kann man also behaupten, dass die Wall Street mächtig in dieses Geschäft eindringt.

Diese Behauptung kann man auch an folgender Beobachtung feststellen: Einmal im Jahr gibt es eine Messe für diese junge Branche. Jeansträger haben das Erscheinungsbild vor zwei Jahren noch klar dominiert. Heute sieht es aber ganz anders aus. Es tragen viele Menschen dort einen Anzug. Die Branche wird nun durch die klassischen Finanzhäuser erobert. Nur spielt sich dies in ganz anderen Größenordnungen ab. Als Erstes kommen renditesüchtige Hedgefonds wie Eaglewood in das Geschäft. Die ersten Peer-to-Peer-Fonds wurden aufgelegt. Kurioserweise tummeln sich nun auch Banken auf diesen Plattformen rum. In den USA kommt das Geld mittlerweile zu 80 Prozent von professionellen Investoren. Der Rest kommt von Privatleuten. Es geht aber noch einen Schritt weiter. Der größte Vermögensverwalter der Welt erwarb Peer-to-Peer-Kredite in einer dreistelligen Millionenhöhe und bündelte diese Summe zu neuen Aktien. Diese verkaufte er an andere Investoren weiter. Auch die Investmentbank Jefferies ließ sich auf ähnliche Deals ein.

Nun scheint es also so zu sein als würde die etablierte Finanzindustrie mächtig in die Peer-to-Peer Branche eindringen. Die Crédit Suisse, die spanische BBVA und Morgan Stanley sind mit 165 Millionen Dollar bei dem amerikanischen Peer-to-Peer Anbieter Prosper eingestiegen. Und beim Lending Club mischen die ganz großen Wall-Street-Größen Morgan-Stanley-Chef John Mack und die ehemalige Analystin Mary Meeker im Vorstand mit.

Wie die ganz Großen einen Antrag stellen

Der Score von Auxmoney beruht auf den Daten der Schufa. Daneben bezieht die Plattform aber auch Daten von Creditreform, Avato oder Bürgel. Es kommen auch Informationen dazu, die der Antragssteller beim Ausfüllen hinterlässt. Wer zwei Minuten braucht, um sein Geburtsdatum auszufüllen, der wird seinen Chancen auf einen Antrag natürlich nicht verbessern.

Auxmoney lehnt mittlerweile 80 von 100 Anträgen ab. Die restlichen werden in die verschiedenen Risikoklassen unterteilt. Diese sind AAA (sehr sicher) bis X (riskant). Anleger können sich dann aussuchen in welches Kleinprojekt sie investieren möchten. Dabei gilt immer das Gleiche wie bei jeder anderen Risikoklasse auch: Ein höheres Risiko ist auch mit einer höheren Rendite verbunden. Ein Geldgeber kann sein Geld natürlich auch über mehrere Projekte streuen. Geldgeber sollten auf keinen Fall ihr ganzes Vermögen in ein Projekt investieren, sondern ihr Geld über mehrere Projekte streuen um das Gesamtrisiko zu senken. Denn fällt eine Rendite aus, so kann diese durch eine Rendite von einem anderen Projekt kompensiert werden. Eine Alternative besteht natürlich auch darin das Geld in mehrere Projekte plattformübergreifend zu investieren.
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Die Integration von P2P ins klassische Investmentbanking

Deutsche Bank

Investmentbanking bei der deutschen Bank

Die Peer to Peer Anbieter wachsen explosionsartig. Plötzlich kann man gar nicht mehr P2P sprechen, sondern von Marketplace Lending. Dieser Begriff bezeichnet die Expansion dieses P2P-Konzeptes. Kein Wunder, denn mittlerweile stellen auch institutionelle Anleger wie Hedge-Fonds die Gelder für P2P-Kredite bereit. Es werden somit so viele Kredite zur gleichen Zeit finanziert, dass der Begriff „Marketplace Lending“ die bessere Bezeichnung wäre. Die Orchard Plattform unterstützt diese Entwicklung dahingehend, dass sie Geldgeber mit mehreren Plattformen verbindet. Daher kommt es auch nicht von ungefähr, dass der Ex-Morgan Stanley-CEO John J. Mack zu den Investoren dieser Plattform gehören.

Dies bedeutet, dass plötzlich das ganz große Geld auf diesen Plattformen im Spiel ist. Plötzlich kommt das Geld von der Börse zu den P2P-Anbietern. Und die privaten Geldnehmer bekommen das Kapital direkt von der Börse. Die P2P-Anbieter nehmen an Masse zu.

Mit dem immer größer werdenden Kapital steigen auch die Erwartungen. Die internationale Expansion muss fortgetrieben werden. Denn wenn es keine Kreditgeber gibt, gibt es auch keinen Kreditnehmer. Umgekehrt gilt das Gleiche. Auch Smave muss so langsam mit dem Gedanken spielen seine Community langsam aufzubauen. Wenn aber professionelle Investmentbanker in das Geschäft einsteigen, so ist ein großer Schritt bereits getan. Anschließend geht es nur noch darum Kredite einzusammeln.

Was heißt das jetzt für die Zukunft?

Wir sollten also davon ausgehen, dass internationale P2P-Anbieter in den deutschen Markt eindringen werden. Und diese besitzen sehr viel Kapital. Es auch davon auszugehen, dass sie mit dem europäischen Ableger einer Bank zusammenarbeiten. Die Deutschen Banken sollten sich spätestens jetzt richtig positionieren.

Wir sollten uns zudem auch mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Möchten wir mit den US-Anbietern überhaupt mitspielen?
  • Wollen wir richtiges P2P als Gegensatz zum Marketplace Lending anbieten?
  • Oder wollen wir die eigene Kreditvergabe durch intelligentes Rating und Online-Positionierung stärken?

Wie sieht so eine P2P-Plattform aus?

Der Markt für Kleinkredite

Das Investmentbanking plötzlich im Markt für Kleinkredite

Wir wollen uns in diesem Bericht ausschließlich auf Auxmoney konzentrieren, da diese Plattform in Deutschland einen guten Stellenwert besitzt. Auxmoney stellt eine Plattform dar, wo man in private Projekte investieren kann. Der Kapitalismus basiert auf Zinsen. Zinsen sorgen für ein regelmäßiges Wachstum, was insbesondere bei Kleinprojekten wohltuend ist.

Auxoney gehört zu den Pionieren dieses Systems. Über einen längeren Zeitraum hinweg kann man sein Geld in private Projekte investieren. Interessant ist die Tatsache, dass auch intentionelle und professionelle Investmentbanker in diesen Markt eindringen. Dies zeigt, dass es sich hier um ein sehr schlüssiges und lukratives Geschäftsmodell handelt. Natürlich gibt es bei hohen Renditen auch Risiken. Damit sollte man sich also auch auseinandersetzen. Geben wir zu, die Renditen sind sehr hoch. Man kann sein Geld über mehrere Projekte streuen, um das Ausfallrisiko zu senken. Was aber viele Teilnehmer behaupten ist, dass das größte Risiko beim Ausfall der Rückzahlung liegt. Somit ist also auch die Einlage des Investors gefährdet. Einen Totalverlust kann man nur verhindern, wenn man rational investiert und sein Vermögen auf mehrere Projekte aufteilt. Im finanztechnischen Sinne spricht man hier auch von einer Diversifikation.

Wie registriert man sich bei Auxmoney?

Interessant ist die Tatsache, dass es nicht besonders schwer ist bei einem P2P-Anbieter wie Auxmoney einzusteigen. Die Registrierung ist zunächst kostenfrei, was wir als sehr positiv empfinden. Innerhalb weniger Sekunden ist die Registrierung bei positiver Bonität abgeschlossen. Der Kreditnehmer kann die Kreditsumme und Laufzeit individuell anpassen.

Auxmoney für Selbstständige

Selbstständige haben öfters das Problem keinen Kredit bei der Bank zu bekommen. Sie besitzen kein festes Einkommen und keinen festen Arbeitsvertrag. Das schwankende Einkommen stellt einen hohen Risikofaktor dar, womit die Bank eher davon abgeneigt ist den Kredit an die betroffene Person zu vergeben. Möchte man also ein Kleinunternehmen gründen, so wird es für den Kleinunternehmer sehr schwierig. Bei Auxmoney dagegen dauert der Prozess von der Antragsstellung bis zur Bewilligung nur wenige Minuten. Insbesondere Kleinunternehmer dürften sich an dieser Möglichkeit erfreuen. Kleinunternehmer sind für die deutsche Wirtschaft sehr wichtig, und sie bilden das Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft.

Fazit

Wir haben also gesehen, dass die neuartigen P2P-Anbieter nun auch von professionellen Investmentbankern besucht werden. Die P2P-Plattformen mischen den Markt kräftig auf. Plötzlich findet man auf diesen Plattformen Kapital, welches direkt vom Kapitalmarkt kommt. Diese Ereignisse zeigen auch die zunehmende Beliebtheit dieser Plattformen. Somit kann man im eigentlichen Sinne auch nicht mehr von P2P reden, sondern von Marketplace Lending, insbesondere, wenn die ganz Großen auf diesem Markt mitmischen und Gelder für verschiedenen und mehrere Projekte gleichzeitig vergeben. Die Fragen ob sich das Investmentbanking vom Markt für Kleinkredite spaltet kann hier nun beantwortet werden. Gemäß diesen Entwicklungen scheint es also so zu sein, dass beide, das Investmentbanking und der Markt für Kleinkredite nicht auseinandergehen, sondern vielmehr miteinander verschmelzen. Insbesondere in den USA ist diese Entwicklung zu verfolgen. Auf den größten amerikanischen P2P Plattformen mischt nun auch die Wall Street mit, womit die P2P Anbieter sich jetzt auch mit dem Begriff „Marketplace Lending“ krönen dürfen. Die Entwicklung dieser Plattformen in Verbindung mit institutionellen und professionellen Investmentbankern ist sehr spannend. Man sollte sie nicht aus den Augen verlieren. Mit dem Einstieg von institutionellen Investmentbankern in dieses Geschäft ergeben sich neue Möglichkeiten. Tatsache ist, dass diese Entwicklung in den USA ausgelöst worden ist. Es bleibt nun abzuwarten wie unsere P2P-Anbieter darauf reagieren und ob diese auch den Begriff „Marketplace Lending“ bekommen.
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Chefredakteur Kredite.org

Peter König

Peter König kümmert sich als hauptverantwortlicher Chefredakteur unseres Portals vor allem um die Themen Aktien, Fonds und Geldanlage. Schon früh hatte König großes Interesse am Wirtschaftsgeschehen und dem Finanzmarkt. Einer Lehre als Bankkaufmann folgte das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Nach dem Diplom trat der heute 58-Jährige eine Festanstellung als Fondsmanager bei einem großen Geldinstitut an, für das er heute noch in Teilzeit tätig ist.