Gemeinschaftskredite liegen voll im Trend

Das Wichtigste in Kürze:

  • Beim Gemeinschaftskredit gibt es mindestens zwei Kreditnehmer, i.d.R. Eheleute
  • Wird häufig zu deutlich besseren Konditionen angeboten, da das Ausfallrisiko geringer ist
  • Gemeinschaftskredit ist sinnvoll wenn ein einzelner Kreditnehmer über eine unzulängliche Bonität bzw. keine Sicherheiten verfügt
  • Unser Tipp: Nicht aus reiner Gefälligkeit für einen Kredit mit Freunden verpflichten – wenn, dann nur für ein konkretes Projekt
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Grundsätzlich hat jeder Bürger in Deutschland natürlich die Möglichkeit, als Einzelperson ein Darlehen aufzunehmen. Im Privatkundenbereich ist dies sogar üblich, während es sich bei Geschäftskrediten häufiger um ein Gemeinschaftsdarlehen handelt. In diesem Fall sind es beispielsweise mehrere Inhaber einer Firma, die als Kreditnehmer auftreten. Aktuell gibt es allerdings insbesondere im Bereich des Privatkundengeschäftes einen Trend hin zum Gemeinschaftskredit, der vor allen Dingen aus Sicht der Banken einige Vorteile hat.

Worum handelt es sich bei einem Gemeinschaftskredit?

InfoBei Krediten kann grundsätzlich zwischen einem Einzeldarlehen und einem Gemeinschaftskredit unterschieden werden. Beim Einzeldarlehen verhält es sich so, dass es lediglich einen Kreditnehmer gibt, was sich natürlich bereits aus dem Namen ableiten lässt. Typische Kreditnehmer sind bei einem Einzelkredit natürlich Alleinstehende und somit nicht verheiratete Personen. Beim Gemeinschaftskredit ist es demgegenüber so, dass es mindestens zwei Kreditnehmer gibt, wobei es sich in der Praxis in den weitaus meisten Fällen um Eheleute handelt. Diese nehmen das Darlehen gemeinsam auf, auch wenn es in nicht wenigen Fällen so ist, dass beispielsweise nur einer der Partner ein regelmäßiges Einkommen erzielen.

Wann bietet sich der Gemeinschaftskredit an?

Ein Gemeinschaftskredit ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein einzelner Kreditnehmer eventuell nicht über die ausreichende Bonität verfügt, um von der Bank überhaupt ein Darlehen zu erhalten. Sind zudem keine typischen Kreditsicherheiten vorhanden, wie zum Beispiel…

  • Verpfändung von Wertpapieren und Guthaben
  • Abtretung von Forderungen
  • Bürgschaft
  • Sicherungsübereignung

…kann der Mitantragsteller, also der zweite Kreditnehmer, unter Umständen sogar die einzige Möglichkeit sein, um das Darlehen überhaupt zu erhalten.

Warum bieten Banken gerne Gemeinschaftskredit an?

Dass Gemeinschaftskredite in nahezu jedem Kreditsegment insbesondere von Banken gerne gesehen werden, liegt in der Natur der Sache. Bei einem Einzelkredit ist es so, dass lediglich ein Kreditnehmer mit seinem Einkommen für die Rückzahlung des Darlehens geradestehen muss. Beim Gemeinschaftskredit ist es hingegen oftmals so, dass beide Kreditnehmer ein Einkommen erzielen, sodass demzufolge zwei Gehälter vorhanden sind, die zur Rückzahlung des Darlehens genutzt werden können. Dies funktioniert allerdings nur unter der Voraussetzung, dass nicht einer der beiden Kreditnehmer arbeitssuchend ist und demzufolge kein festes Einkommen erzielen kann.

Der wesentliche Vorteil für die Banken besteht beim Gemeinschaftskredit also vor allem darin, dass das Ausfallrisiko zumindest statistisch gesenkt wird. Davon kann letztendlich aber auch der Kunde in manchen Fällen profitieren, denn häufiger sind die Banken bei einem Gemeinschaftskredit bereit, diesen zu günstigeren Konditionen, als es beim Einzelkredit der Fall wäre, anzubieten. Mitunter kann es daher sogar sinnvoller sein, wenn beispielsweise Ehe- oder Lebenspartner, die bisher jeder für sich ein oder mehrere Darlehen genutzt haben, diese Kredite zu einem größeren Gemeinschaftskredit zusammenfassen.

Bisher sind es also die folgenden Vorteile im Vergleich, von denen teilweise die Kreditnehmer, insbesondere aber die Banken beim Gemeinschaftskredit profitieren können:

  • Statistisch niedrigeres Ausfallrisiko
  • zwei Personen stehen mit ihrem Einkommen für die Darlehensschuld ein
  • günstigeren Zinskonditionen
  • auch Zusammenlegung von Einzelkrediten kann sinnvoll sein

Was sollte der Kreditnehmer beachten?

Bei Ehepaaren ist es meistens so, dass diese selbstverständlich zusammen einen Kredit aufnehmen und es demzufolge auch gar keine Diskussion darüber gibt, ob nicht nur eine Person von der Finanzierung profitiert. Anders stellt es sich natürlich dar, falls es sich nicht um Ehepartner handelt, sondern beispielsweise zwei sehr gute Freunde zusammen einen Kredit aufnehmen. In diesem Fall sollte unbedingt beachtet werden, dass es nicht besonders empfehlenswert ist, sich aus reiner Gefälligkeit mit für einen Kredit zu verpflichten. Es sollte dann möglichst ein gemeinsames Projekt hinter der Finanzierung stehen, sodass auch in diesem Fall im Idealfall beide Kreditnehmer gemeinsam und zu gleichen Teilen von dem vergebenen Darlehen profitieren können.

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Paul Scheuschner

Kredite.org Autor

Paul Scheuschner

Paul ist Autor von Kredite.org und seit der Gründung in 2013 dabei. Sein Finanzwissen basiert auf einer Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, die er von August 2006 - Januar 2009 in Berlin bei der Allianz Versicherung durchlaufen hat. Er hat in dieser Zeit sowohl für die Allianz Versicherung im Innen- und Außendienst, als auch bei der Dresdner Bank (heute Commerzbank) gearbeitet.