Geschäftskonto – Das sollten Sie beim Vergleich beachten

Steht eine Unternehmensgründung inklusive Neueröffnung eines Geschäftskontos an, kommen zunächst einmal ein paar Fragen auf, was man beim Vergleichen, Wechseln, Eröffnen und mehr eigentlich zu beachten hat. Tatsächlich unterscheidet sich das Geschäftskonto klar vom Privatkundenbereich der Banken und es spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle. In diesem Ratgeber erklären wir, was beim Vergleich zu beachten ist und was zur Eröffnung Ihres Geschäftskontos an Dokumenten gebraucht wird. Natürlich inklusive der aktuellen Top-Geschäftskonten anhand ihrer Bewertungen.

Was genau ist ein Geschäftskonto im Vergleich zum Girokonto?

Zwar ist ein Geschäftskonto natürlich nichts anderes als ein vollwertiges Girokonto – das heißt mit Verzinsung, täglichem Zahlungsverkehr, Überziehungsrahmen bzw. Kontokorrent-Kredit (Dispo für Unternehmen) und all den Komponenten. Allerdings ist es eben speziell für Gründer, Unternehmer, Freiberufler, Selbstständige und Firmen aufgesetzt. Es gelten besondere Konditionen und auch Auflagen, die Privatkunden nicht erhalten. Das unterscheidet ein Geschäftskonto vom privaten Girokonto bzw. Gehaltskonto. Vereinzelt können Geschäftskonten auch als Guthabenkonto eröffnet werden. Ebenso sind Gemeinschaftskonten möglich, wenn mehrere Gesellschafter innerhalb einer Firma auf dieses Konto zugreifen dürfen. Ein Geschäftskonto mit Pfändungsschutz (p-Konto) gibt es jedoch nicht.

 Kurzbeschreibung 
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Geschäftskonto der netbank


Die Netbank AG aus Hamburg ist die erste reine Internetbank Europas und betreut mit ihren 31 Mitarbeitern ausschließlich Privatkunden. Dementsprechend bietet sie Konten, Kredite, Wertpapiere, Produkte rund um die Geldanlage und Versicherungen an. Als Mitglied der Cash-Pool-Gruppe stehen den rund 150.000 Kunden 2.500 Geldautomaten in Deutschland zur Verfügung.

Details zum Geschäftskonto
  • kostenlose Kontoführung
  • optionale Unterkonten
  • 15 Buchungsposten p.M. inklusive
  • einfaches Gebührenmodell
  • kostenlose Kontoauszüge online
  • CashPool Geldautomatennutzung

  • Netbank Basic GeschäftskontoNetbank Premium Geschäftskonto
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    Geschäftskonto der Deutschen Bank


    Das Deutsche Bank AG hat Ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist als Universalbank tätig. Das Unternehmen ist in Bezug auf die Bilanzsumme und die Mitarbeiterzahl das mit einigem Abstand größte Kreditinstitut der Bundesrepublik Deutschland.

    Details zum Geschäftskonto
  • ab 8,90€ im Monat
  • persönliche Beratung
  • kostenlose Kontoführung
  • CashPool Geldautomatennutzung
  • Alle Angebote in Übersicht hier Übersicht:hier


  • Zu den Angeboten der Deutschen Bank
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    Geschäftskonto der Postbank


    Die Deutsche Postbank AG mit Sitz in Bonn ist mit 14 Mio. Kunden und 19.000 Mitarbeitern eine der größten Banken in Deutschland. Ein flächendeckendes Filialnetz von 1.100 eigenen und 4.500 Partnerfilialen ermöglicht dem Tochterunternehmen der Deutschen Bank große Kundennähe.

    Details zum Geschäftskonto
  • kostenlose Kontoführung
  • Business Tagesgeldkonto inklusive
  • Postbank VISA Business Card
  • Aktionsvorteile bei Partnern
  • CashPool Geldautomatennutzung


  • Zum Businesskonto der Postbank
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    Geschäftskonto der Commerzbank


    Die Commerzbank AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist mit fast 12 Millionen Kunden und rund 56.000 Mitarbeitern weltweit die zweitgrößte Bank Deutschlands. Ein flächendeckendes Netz von 1.200 Filialen ermöglicht große Kundennähe.

    Details zum Geschäftskonto
  • ab 6,90 pro Monat
  • verschiedene Preismodelle mit unterschiedlichen Konditionen
  • Kontowechselservice
  • Willkommenprämie
  • kostenlose beleglose Buchungen möglich
  • kostenlose Girocard und Business Card möglich


  • Zum Girokonto der Commerzbank
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    Geschäftskonto der Hypovereinsbank


    Die HypoVereinsbank AG mit Sitz in München betreut Privat- und Geschäftskunden. Ihr Angebot umfasst Konto, Geldanlage, Kredit, Vorsorge, Corporate- und Investmentbanking. In Deutschland verfügt die Tochter der italienischen UniCredit über 780 Filialen.

    Details zum Geschäftskonto
  • Kontoführung ab 5€ im Monat
  • verschiedene Preismodelle mit unterschiedlichen Konditionen
  • beleglose Buchungen ab 3 Cent pro Posten
  • kostenlose Girocard und Business Card möglich
  • kostenlos Bargeld abheben an 27.000 Geldautomaten weltweit


  • Zum Girokonto der Hypovereinsbank
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    Geschäftskonto der DKB


    Die Deutsche Kreditbank AG mit Stammsitz in Berlin betreut sowohl öffentliche, Privat- als auch Geschäftskunden. Für die Privatkunden bietet die DKB Kontoführung, Anlageprodukte und Finanzierungen (DKB Bank Kredit) an.

    Details zum Geschäftskonto
  • kostenfreies Internetkonto
  • DKB VISA Business Card und Girokarte
  • Guthabenzins bis zu 0,2% p.A.


  • Zum Girokonto der DKB Bank
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    Geschäftskonto der Santander Consumer Bank


    Die Santander Consumer Bank AG mit Stammsitz in Mönchengladbach gehört zur spanischen Grupo Santander. Letztere vertritt rund 102 Mio. Kunden in 40 Ländern der Erde. In Deutschland zählt diese Filialbank 7 Mio. Kunden und ca. 340 Niederlassungen.

    Details zum Geschäftskonto
  • Grundgebühr ab 4,99€ pro Monat
  • verschiedene Preismodelle mit unterschiedlichen Konditionen
  • Maestro Card ab 5,50€ pro Jahr
  • Master Card ab 20€ pro Jahr


  • Zum Businesskonto der Santander Consumer Bank

    Der Hintergrund für ein Geschäftskonto ist in erster Linie die saubere Trennung von geschäftlichen und privaten Zahlungsvorgängen. Besonders bei größeren Unternehmen ist das erforderlich, damit das Finanzamt oder die Betriebs-/Wirtschaftsprüfer ihre Arbeiten besser erledigen können. Jeder Zahlungsverkehr auf dem Geschäftskonto ist einem Beleg zuzuordnen und man muss nicht die einzelnen Vorgänge aus privaten Transaktionen herausfiltern. Natürlich auch für den Kontoinhaber und seine Buchhaltung ist das Konto aber empfehlenswert. Die grundsätzliche Aussage lautet also: Jeder Selbstständige und Freiberufler benötigt ein Geschäftskonto. Aber:

    Wer braucht ein Geschäftskonto wirklich?

    In unserem Artikel zum Girokonto für Selbstständige und Freiberufler haben wir bereits genauer erläutert, warum die einen mit dem normalen Girokonto aus dem Privatkundenbereich wunderbar auskommen und die anderen tatsächlich ein Geschäftskonto brauchen. Unser Ergebnis war, dass ein Privatkonto durchaus ausreicht, wenn man quasi privat eine kleine Nebentätigkeit ausübt, die weder besonders große, noch besonders viele Transaktionen hervorbringt. Wer dabei eine gute Buchhaltung macht, braucht kein Extra-Geschäftskonto. Hier braucht es eher nur eine Bankverbindung, die auf Rechnungen angegeben werden kann. Die Banken sehen das erst einmal nicht so gerne, sagen aber in den meisten Fällen auch nichts und tolerieren es einfach. Ob dennoch ein kostenloses Geschäftskonto zur sauberen Trennung und Rückverfolgung auch nach Jahren eröffnet wird, liegt im Sinne des Kontoinhabers und wie weit er private und geschäftliche Angelegenheiten trennen möchte. Sofern Sie kein Geschäftskonto eröffnen wollen, eignet sich auch ein einfaches Privatgiro.

    dkb_geschaeftskonto

    Anders sieht es aus bei Selbstständigen, die ein größer angelegtes Unternehmen gründen und dabei viel investieren und generell hohe und häufige Transaktionen vornehmen. Nicht nur, weil es somit auch steuerlich relevant wird und ein Extra-Konto die Übersicht deutlich erleichtert, sondern auch weil die speziellen Konditionen des Geschäftskundenbereiches gebraucht werden, ist ein eigenes Geschäftskonto empfohlen. Normalgroße Unternehmen mit einer haftungsbeschränkten Rechtsform, Mitarbeitern und Co. brauchen ohnehin ein eigenes Geschäftskonto. Das ist gesetzlich vorgeschrieben, weil in der jährlichen Bilanz ein echtes Firmenkonto auftauchen muss. Das Geschäftskonto ist dann auch nicht mehr kostenlos, wie es das noch sein kann, wenn man keine Rechtsform besitzt.

    Diese Erkenntnis nehmen wir mit in diesen Ratgeber. Denn was sollten Selbstständige und Freiberufler mit dem Bedürfnis des eigenen Geschäftskontos nun sinnvollerweise machen und beachten? Beginnen wir erst einmal mit den aktuellen Top-Konten:

    Vergleich

    Vergleichsfaktoren: Was wird beim Geschäftskonto verglichen?

    Beim Geschäftskonto sind einige Punkte im Vergleich zu beachten. Dazu gehören die Kosten und Buchungsmengen, der Kontokorrent-Kredit, das Automatennetz und Bargeldabbuchungen, sowie Kredit- und Girokarten, Ansprechpartner und Kontoauszüge. Diese Punkte gehen wir nachfolgend genauer durch:

    Kosten und Buchungsmengen

    Die Kosten regeln sich beim Geschäftskonto nicht viel anders als beim Privatgirokonto, nur mit dem Unterschied, dass es wesentlich weniger Angebote für ein kostenloses Konto gibt, das weder eine monatliche Grundgebühr, noch Aufbaugebühren verlangt. In der Regel ist pro Buchung ein bestimmter Betrag zu entrichten, der im Schnitt bei etwa 10 Cent (online) und 1,00 Euro (Bankschalter, Schecks) pro Buchung liegt. Zudem kosten Kreditkarten wie VISA oder MasterCard nebenbei eine Jahresgebühr, die im Schnitt bei 25 Euro liegt. Girokarten sind in der Regel kostenlos, aber gerade bei den größeren Banken wie der Commerzbank oder den Sparkassen werden auch hier zwischen 6,00 und 15,00 Euro jährlich verlangt. Nur Bargeldabhebungen im entsprechenden Automatennetz sind kostenlos.

    Beim Vergleich ist also darauf zu achten, wie hoch die Kosten pro Buchung sind, wofür man in etwa wissen sollte, wie viele Buchungen pro Monat erwartet werden. Und auch die Festkosten für Karten sind mit zu vergleichen, um möglichst viel zu sparen. Das Geschäftskonto sollte möglichst günstig sein, aber ohne die anderen folgenden Punkte zu vernachlässigen. Wenn Sie viel mit ausländischen Partnern arbeiten, sollten Sie Ihre Wunschbank auch nach Kosten für Überweisungen innerhalb der Euroländer und international fragen. Hinzu kommen die tagesaktuellen Wechselkurse.

    Übrigens liegt auch genau hier der Hintergrund, warum Banken es eher nicht gerne sehen, wenn geschäftliche Transaktionen über private Konten abgewickelt werden. Fallen nämlich all diese Gebühren weg, weil das Privatkonto kostenlos ist, verliert die Bank nicht wenig von ihrem wirtschaftlichen Gewinn.

    Papiergeld

    Kontokorrent-Kredit

    Auch ein Geschäftskonto kann überzogen werden, was sich dann nicht mehr Dispo-Kredit, sondern Kontokorrent-Kredit nennt. Im Vergleich zum Privatgirokonto fallen auch hier höhere Kosten in Form von Zinsen an. Die in Vergleichen angegebenen Zinssätze des Kontokorrents sind aber grundsätzlich eher nur als Tendenz zu verstehen, denn viele Banken behalten sich vor, erst nach der Eröffnung eines Geschäftskontos über die genauen Kontokorrent-Konditionen zu verhandeln und diese dann festzuschreiben.

    Im Vergleich sollte also ein Geschäftskonto mit eher niedrigeren Zinsen favorisiert werden. Besonders bei wachsenden Unternehmen und großen Unternehmen mit hohen Umsätzen und Ausgaben ist dieser Punkt besonders wichtig, weil das Konto sehr viel schneller ins Minus rutschen kann, als es bei einer kleinen Freiberufler-Tätigkeit der Fall ist.

    infoTipp: Geht es speziell um eine Ausgabe und darum, ob z.B. ein Skonto ausgenutzt wird, wofür aber Zinsen zu zahlen wären, weil das Konto ins Minus rutscht, gibt es die Zins-Skonto-Rechnung im Finanzierungsbereich. Mit ihr lässt sich bei brenzligen Kontosituationen ausrechnen, ob die nächste Transaktion wirtschaftlich sinnvoll wäre oder nicht (Stichwort: Finanzierungsgewinn).

    Automatennetz und Bargeldabbuchungen

    Genau wie beim Privatgirokonto ist es auch für ein Geschäftskonto sinnvoll, wenn man ein dichtes Automatennetz hat. Also so viele Stellen wie möglich, wo man kostenlos Bargeld abheben kann. Manchmal gibt es auch eine Kreditkarte zum Geschäftskonto, die erlaubt überall kostenlos abzuheben. Das ist aber nicht immer der Fall, also sollte man die Menge an Automaten vorher prüfen.

    Das größte Automatennetz besitzt die Sparkasse, gefolgt von Volks- und Raiffeisenbanken, sowie dem Verbund der Cash-Group und zuletzt dem Verbund des Cash-Pool. Das nur, sofern keine weltweit kostenlose Abhebung möglich ist.

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    Kredit- und Girokarten

    Wir haben es bereits unter dem Punkt "Kosten" erwähnt: Kreditkarten und Girokarten sind nicht immer kostenlos. Das ist zu beachten. Wer nicht unbedingt eine Girokarte braucht, weil alles online gemacht wird, steht ggf. besser da. Und wer nicht die kostenpflichtige Kreditkarte haben möchte, kann sich ggf. nach Alternativen umschauen, die kostenlos sind. Dafür haben wir in unseren Kreditkarten-Ratgebern mehr erläutert.

    Ansprechpartner

    Sofern es Ihnen wichtig ist, dass Sie einen persönlichen Ansprechpartner haben, sollten Sie ein Geschäftskonto bei einer Filialbank statt Direktbank eröffnen. Das schränkt zwar die Möglichkeiten ein, dafür hat man aber den persönlichen Support, wenn etwas ist. Wenn es Ihnen nicht allzu wichtig ist, gehen Sie ruhig zu einer Online-Direktbank.

    Filialbank: Zum Beispiel Sparkassen, Volksbanken, Commerzbank
    Direktbank: Zum Beispiel Comdirect, ING-DiBa, 1822direkt

    Kontoauszüge

    Selbst die postalische Zusendung der Kontoauszüge kostet in manchen Fällen Gebühren. Entweder, man umgeht dies mit Online-Auszügen, wobei aber abgeklärt werden sollte, ob das Finanzamt diese Auszüge anerkennt. Oder man geht in die nächstgelegene Filiale und zieht sich die Kontoauszüge kostenlos am Automaten.

    Im Vergleich kann man diesen Punkt beim Automaten- bzw. Filialnetz mit aufnehmen.

    Zusammenfassung: Geschäftskonto-Vergleich

    VergleichspunktDie wichtigsten Inhalte
    KostenWie viel kostet eine Buchung?

    Wie viel Grundgebühr jeden Monat?

    Wie viel für eine Kredit- und/oder Girokarte?

    Wie viel für Auslandsgeschäfte?
    BuchungsmengenWie viele Buchungen etwa im Monat?
    Kontokorrent-KreditWie hoch der Zinssatz?
    (nur als Tendenz zu verstehen, finaler Zinssatz wird später festgelegt)

    Wie hoch der Überziehungsrahmen?
    Automatennetz & BargeldabbuchungenWie viele Automaten in direkter Nähe?
    Kredit- und GirokartenGebühren für Kredit- und Girokarten?
    AnsprechpartnerPersönlicher Ansprechpartner gewünscht?

    Nächste Filiale "um die Ecke"?
    KontoauszügePostalisch, online oder via Filiale?

    Schlechte Bonität: Geschäftskonto ohne SCHUFA

    Wer ein Geschäftskonto eröffnen möchte, sollte eine gute Bonität haben. Wer keine gute Bonität hat oder auch nur einen negativen SCHUFA-Eintrag, muss meistens mit einer Absage seitens der Bank rechnen. Schon bei privaten Girokonten kann es schwer werden, ohne Absage oder Einschränkungen durchzukommen. Beim Geschäftskonto ist es noch schwerer wenn nicht sogar unmöglich. Einzig bei der Paycenter-Bank und bei der Fidor-Bank gibt es alternative Geschäftskonten ohne SCHUFA. Allerdings ist das Konto von Paycenter ziemlich teuer und das andere kommt nur als Guthabenkonto mit Prepaid-Kreditkarte. Es gibt also keinen Kontokorrent-Kredit und keine Kreditkartennutzung ohne voriges Aufladen vom Guthaben. Dafür gibt es eine Guthabenverzinsung. SCHUFA-Auskünfte fallen bei beiden weg. Gegebenenfalls besteht bei anderen Großbanken die Chance, dass ebenfalls Guthabenkonten statt vollwertiger Konten eingesetzt werden. Die SCHUFA-Situation trifft übrigens auch für ein Geschäftskonto trotz Insolvenzverfahren bzw. Privatinsolvenz. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Geschäftskonto und der Bonität.

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    Welche Unterlagen werden zur Eröffnung gebraucht?

    Je nachdem, welchen Status das Unternehmen hat – ob man also als Freiberufler und Einzelunternehmer oder als Gründer einer Firma mit Rechtsform auftritt – gibt es unterschiedliche Anforderungen. In erster Linie wird ein Ausweis zum Identitätsnachweis benötigt. Bei mehreren Gesellschaftern müssen meist alle ihre Identität nachweisen und entsprechende Dokumente einreichen. Freiberufler sollten dazu noch die Bescheinigung des Finanzamtes vorlegen, auf der die Steuernummer zu finden ist – als Nachweis, dass sie gewerblich tätig sind. Für alle anderen ist es die Gewerbeanmeldung. Das ist zwar nicht grundsätzlich Pflicht, wird aber trotzdem von vielen Banken erwartet. Sofern keine deutsche Staatsbürgerschaft vorliegt, könnte eine Meldebescheinigung vom zuständigen Amt dazukommen. Außerdem sind eventuell Einkommensnachweise und Kontoauszüge erforderlich. Die SCHUFA-Abfrage geschieht von Seiten der Bank automatisch.

    Die obigen Punkte verstehen sich zu Personengesellschaften. Handelt es sich um Kapitalgesellschaften (z.B. AG), braucht es Gesellschafter-Bürgschaften, beglaubigte Kopien der Gründungsurkunde, sowie Auszüge aus dem Handelsregister. Im Zuge der Eröffnung ist es meist der Fall, dass die Unterlagen von allen Gesellschaftern unterzeichnet werden müssen, das gilt auch wieder für beide Arten von Gesellschaften. Übrigens ist es hinsichtlich dieses Punktes auch notwendig, sich über Angebote genau für die jeweilige Form des Unternehmens schlau zu machen.

    Achten Sie außerdem unbedingt darauf, die neue Bankverbindung an Kunden und Lieferanten zu kommunizieren, damit es nicht zu teuren Fehlbuchungen etc. kommt.

    Tipp: Zusatz in Form von einem Tagesgeldkonto

    warnungEinmal im Jahr werden Steuerzahlungen an das Finanzamt fällig. Dementsprechend sollte der Betrag, auszurechnen mit der Buchhaltung, bereits das ganze Jahr über zurückgelegt werden. Damit der beste Zinseffekt erzielt wird, geben wir als Tipp zum Schluss mit, die Beträge auf einem Extra-Tagesgeldkonto zu verwahren. Hier kann man noch einige Zinsbeträge einsammeln, bevor das Geld nach dem Steuerbescheid weg ist. Sie können sich speziell nach einem Tagesgeldkonto für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen umschauen. Wer ohnehin schon ein eigenes Geschäftskonto besitzt, sollte dann auch ein Extra-Tagesgeldkonto eröffnen. Wer private und geschäftliche Teile verbindet, kann auch das private Tagesgeldkonto verwenden.

    Fazit: Geschäftskonto

    Unterm Strich sind Geschäftskonten kein ganz so nettes Thema, wie wir finden. Zum Teil wirklich hohe Kosten für alle möglichen Positionen tragen dazu bei, dass das Geschäftskonto grundsätzlich ein Geschmäckle mitbringt. Wenn man sie jedoch richtig vergleicht, kann man einiges sparen und so auch aus der gesetzlich vorgeschriebenen und eigentlich teuren Sache seinen Vorteil herausholen. Dabei sollten die obenstehenden Vergleichspunkte für Geschäftskonten herangezogen werden. Das einzige Problem, was noch vorliegen kann, ist eine schlechte Bonität. Von daher sollte man alles dran setzen, diese zu verbessern, bevor man ein Geschäftskonto eröffnet oder versuchen, zumindest ein Guthabenkonto bei seiner Wunschbank zu bekommen.

    Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? – Erzählen Sie uns mehr in unseren Kommentaren.

     


    Eike Kewitz

    Chefredakteur Kredite.org

    Eike Kewitz

    Nach seinem Abitur machte sich Eike unmittelbar als freiberuflicher Texter selbstständig und baute sein Unternehmen selbst während seiner folgenden Vollzeit-Ausbildung im Marketing immer weiter aus. Mittlerweile hat er sich vor allem auf das Ressort Finanzen - Kredite, Konten, Geldanlage - spezialisiert und steuert als Hauptredakteur nun auch für uns regelmäßig News und Ratgeber bei. Neben diesem Portal ist er in weiteren spannenden Projekten involviert.