DKB Tagesgeld – Test und Erfahrungen

Eigentlich ist DKB-Cash gar kein Tagesgeldkonto, sondern ein Girokonto. Doch Kunden können hier Zinsen erhalten, die über denen vieler Tagesgeldangebote liegen. Als Tochter der Bayerischen Landesbank gehört das Geldinstitut zum öffentlich-rechtlichen Bankenlager.

DKB-Cash Tagesgeld im Test

Testkategorie 1: Tagesgeld

Das Tagesgeld der DKB Bank funktioniert etwas anders als bei anderen Geldinstituten. Aus Sicht der Kunden ist es sogar bequemer. Denn es ist an die DKB VISA Card gekoppelt. Weil die bei der DKB Bank auch fürs Geld abheben genutzt werden kann, handelt es sich fast um ein verzinstest Girokonto.

DKB Girokonto Erfahrungen

Das DKB-Cash ist das kostenlose Girokonto mit Girocard und VISA-Card

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Geldeingänge landen auch bei der DKB direkt auf dem Girokonto. Kunden können aber einstellen, dass ein fester Betrag, beispielsweise 200,- Euro oder das gesamte Guthaben mit Ausnahme eines festgelegten Betrags (mindestens 0,01 Euro) auf das Kreditkartenkonto übertragen wird. Auf dem Girokonto bleibt also nur das Geld, das man für Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften oder die EC-Karte braucht – falls ein Händler keine VISA Card akzeptiert. Der gesamte übrige Betrag wandert aufs Kreditkartenkonto und wird dort verzinst. Zumindest so lange, bis er ausgegeben oder abgehoben wird. Weil man mit der DKB VISA Card an fast allen Automaten in der Eurozone kostenlos Geld abheben kann, können die meisten Kunden mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen problemlos auf das Kreditkartenkonto transferieren und so Zinsen darauf bekommen.

Einziger Nachteil ist die Gefahr, das ganze Geld auszugeben, wenn es so leicht verfügbar ist. Doch auch hier bietet die Bank Abhilfe, mit anderen Sparprodukten. Beispielsweise dem Sparplan, bei dem regelmäßig ein fester Betrag auf ein Kündigungsgeldkonto eingezahlt wird. Das Guthaben ist nur am Ende der Laufzeit oder mit drei Monaten Kündigungsfrist verfügbar.

Zwischenfazit Tagesgeld: Ein sehr attraktives Tagesgeld, vor allem wegen der Verknüpfung mit der VISA Card.

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Testkategorie 2: Weitere Bankprodukte

Im Privatkundenbereich ist die DKB eine klassische Universalbank. Sie bietet vom Girokonto über den Immobilienkredit bis hin zum Depot alle wichtigen Bankprodukte.

Für Sparer sind neben dem Tagesgeldkonto und dem erwähnten Sparplan noch vier weitere Produkte interessant, nämlich

  • das Zuwachssparen,
  • das Festgeld,
  • das VL-Sparen und
  • das Wertpapierdepot.

Vor allem Zuwachssparen und Festgeld sind gute Alternativen zum Tagesgeld. Beim Festzinskonto werden Guthaben ab 2.500,- Euro für ein bis zehn Jahre festgelegt. Vorher sind sie nicht verfügbar. Wer mehr Flexibilität wünscht, findet sie beim Zuwachssparen. Das lässt sich schon ab 500,- Euro abschließen. Im Gegensatz zum Festgeld kann es jederzeit mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden, bis zu 2.000,- Euro lassen sich monatlich sogar ohne Kündigung abheben. Wer das Geld aber auf dem Konto lässt, wird mit steigenden Zinsen belohnt.

Zuwachssparen Erklärung

Das Wachstumssparen ist ein Kompromiss aus hohen Zinsen und Flexibilität.

Das VL-Sparen wendet sich an Empfänger vermögenswirksamer Leistungen, die auf diese Weise Geld in einen Bausparvertrag investieren können. Mehr Chancen, aber auch größere Risiken bietet das Wertpapierdepot. Positiv fällt vor allem die große Zahl an ETF-Sparplänen auf, die für Kleinanleger besonders gut geeignet sind.

Daneben bietet die DKB auch Bankdienstleistungen für Firmenkunden, sie hat sich aber auf einige wenige Gruppen wie Freiberufler, Landwirte oder Hausverwalter spezialisiert.

Zwischenfazit Produkte: Die DKB bietet ein umfangreiches und attraktives Produktportfolio für Privatanleger.

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Testkategorie 3: Vertrauen und Einlagensicherung

Das Geschäftsmodell der DKB ist vergleichsweise solide. Die Gelder der Kunden werden zum großen Teil in Immobilienkredite investiert. Die DKB ist eine reine Kundenbank, sie spekuliert mit dem Geld der Kunden also nicht auf eigene Rechnung, sondern vergibt das Kapital überwiegend an Kreditnehmer. Außerdem besitzt sie eine Lizenz als Pfandbriefbank, kann sich also über die Ausgabe von Pfandbriefen rekapitalisieren.

Kredite vergibt die DKB beispielsweise für den Kauf von Immobilien. Ein vergleichsweise solides Geschäft.

Sollte es dennoch zu einer Bankenpleite kommen, sind Einlagen gleich dreifach geschützt, nämlich

  1. über eine Patronatserklärung der Bayerischen Landesbank,
  2. die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschland GmbH und
  3. den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Verbandes.

Mit der Patronatserklärung verpflichtet sich die Bayerische Landesbank, dass sie mit eigenem Geld dafür sorgt, dass die DKB ihren Verpflichtungen nachkommen kann, also die Einlagen ihrer Kunden auszahlen kann. Hinter der Bayerischen Landesbank stehen die bayerischen Sparkassen sowie der Freistaat Bayern.

Bayern LB

Eigentümerin der DKB ist die Bayerische Landesbank. Diese hat nicht immer so erfolgreich gewirtschaftet, wie sie auf ihrer Seite „Erfolge“ behauptet. Doch Anlegern kann das egal sein, denn erstens werden sie ja kein Kunde der Bayern LB und zweitens sichert die Einlagensicherung der öffentlich-rechtlichen Banken alle Gelder ab.

Die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschland GmbH ersetzt im Falle eines Falles alle Einlagen bis zur EU-weit vorgeschriebenen Höhe von 100.000,- Euro pro Kunde. Höhere Guthaben werden durch den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes geschützt.

Zwischenfazit Vertrauen: Gelder sind über die Sicherungssysteme der öffentlichen Geldinstitute und die Bayerische Landesbank abgesichert.

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Testkategorie 4: Beratung und Service

Die DKB agiert im Privatkundenbereich als reine Direktbank. Die Telefonhotline ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr erreichbar. Kunden können also zu jeder Tag- und Nachtzeit dort anrufen.

DKB Banking App

Auch über die App können Kunden Geschäfte abwickeln. Filialen hat das Geldinstitut keine.

Daneben sind die Mitarbeiter per E-Mail oder Kontaktformular erreichbar. Einen Großteil der Informationen findet man aber schon auf der Website, so dass wenige Fragen offen bleiben.

Zwischenfazit Beratung: Die telefonische Erreichbarkeit ist sehr gut, die Mitarbeiter stehen an sieben Tagen die Woche 24 Stunden zur Verfügung.

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Testkategorie 5: Website

Praktisch alle wichtigen Informationen sind auf der Website zu finden, egal ob es um die Konditionen, den Einlagenschutz oder das Rating der Bank geht. Trotzdem gibt es an einigen Stellen noch etwas Verbesserungsbedarf. So finden sich viele Informationen nur auf dem Produktdatenblatt. Das ist zwar sehr umfangreich, aber nur in PDF-Form vorhanden, was beim Zugriff mit Mobilgeräten lästig ist.

DKB Depot und Wertpapiere

Die Internetseite ist übersichtlich, die Produktinformationen könnten aber besser sein.

Die einzelnen Produkte sind sehr übersichtlich dargestellt, allerdings könnten teilweise die Alternativen besser beworben werden, beispielsweise das Zuwachssparen als Alternative zum Festgeld. Auch Links zu den Fragen und Antworten oder den Informationen zum Einlagenschutz sollten direkt vom Produkt verlinkt sein. Insgesamt aber nur kleine Schönheitsfehler.

Zwischenfazit Website: Ein guter Webauftritt mit kleinen Schönheitsfehlern.   

Fazit

Die DKB gehört zu den Universalbanken mit den attraktivsten Konditionen in Deutschland. Hinzu kommt, dass sie zum öffentlichen Bankensektor zählt, das bringt zusätzliche Sicherheit. Außerdem achtet sie stärker als viele andere Banken auf soziale und Umweltkriterien, einige Produkte wurden von der Agentur oekom research als nachhaltig zertifiziert. Beim Tagesgeld ist vor allem die Möglichkeit attraktiv, das Guthaben mit der Kreditkarte abzuheben, zumal man damit an fast allen Geldautomaten in Deutschland kostenlos abheben kann. Das erlaubt es, monatlich einen großen Teil des Geldes dort einzuzahlen.

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Content Department

Chefredakteur Kredite.org

Peter König

Peter König kümmert sich als hauptverantwortlicher Chefredakteur unseres Portals vor allem um die Themen Aktien, Fonds und Geldanlage. Schon früh hatte König großes Interesse am Wirtschaftsgeschehen und dem Finanzmarkt. Einer Lehre als Bankkaufmann folgte das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Nach dem Diplom trat der heute 58-Jährige eine Festanstellung als Fondsmanager bei einem großen Geldinstitut an, für das er heute noch in Teilzeit tätig ist.