Ein Start-up gründen und finanzieren

Ein eigenes Start-up gründen zu wollen ist eine spannende Sache. Doch mit der richtigen Geschäftsidee, Eigeninitiative und einem guten Plan kann der Start in die Selbstständigkeit gelingen! Was Sie wissen müssen, wenn Sie ein Start-up gründen und finanzieren möchten und woran Sie unbedingt denken sollten, verraten wir Ihnen in diesem Ratgeber!

Ein Start-up gründen und finanzieren – Mit diesen Schritten schaffen Sie den Weg in die Selbstständigkeit

Ein Start-up gründen und finanzierenEin Start-up gründen in wenigen Schritten? Theoretisch möglich, wenn auch die einzelnen Schritte einige Unterpunkte enthalten. Grob kann man jedoch sagen, dass zur Gründung eines Start-ups die folgenden Schritte durchlaufen werden müssen:

  1. Die Gründungsphase – mit der richtigen Idee in die Selbstständigkeit
  2. Mit dem Businessplan den Weg festlegen
  3. Dank passender Finanzierung die Zukunft ebnen
  4. Der Start mit dem Start-up in eine erfolgreiche Zukunft

Nachfolgend gehen wir auf die einzelnen Punkte ein und erläutern, welche Etappen Sie bei jedem Schritt meistern müssen und wo Sie weiterführende Informationen zu bestimmten Themen finden.

Jetzt den besten Kredit zur Unternehmensgründung finden

Die Gründungsphase

In der Gründungsphase gilt es, den ersten Baustein für das eigene Start-up zu legen. Grundsätzlich gilt: Besprechen Sie Ihre Pläne (vor allem auch zu Beginn) mit anderen Personen! Wer seine eigene Business-Idee erklärt, wird oft mit Fragen konfrontiert. Jede Frage sollte man ernst nehmen, denn am Ende sollten Sie lückenlos beschreiben können, wie Sie Ihr Start-up gründen. Passende Unterstützung finden Sie beispielsweise auch bei einem Gründungsberater!

Die passende Idee ausreifen lassen

Warum hat die ganze Welt auf Sie gewartet? Mit der passenden Idee kann ein Start-up durchaus lukrativ sein. Überlegen Sie daher sehr genau, was für ein Start-up Sie gründen und später finanzieren möchten. Geht es um eine neue Software? Sollen Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden? Was ist das Alleinstellungsmerkmal Ihres Start-ups? Gegenüber anderen sollten Sie Ihr Business in wenigen Worten so erklären können, dass keine Fragen offen sind und eine Begeisterung für Ihr Unternehmen entsteht!

Marktanalyse

Haben Sie Ihre Gründungs-Idee ausreifen lassen und können diese präzise formulieren, sollten Sie eine ausführliche Marktanalyse betreiben. Gibt es bereits Konkurrenz? Hatten andere vor Ihnen die gleiche oder eine ähnliche Idee? Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Ihrem Start-up an und wo ist diese zu finden? Müssen Sie für die Gründung ggf. umziehen?

Beschäftigen Sie sich ausführlich mit der Marktanalyse und bitten Sie ggf. Freunde oder Bekannte um Hilfe. Starke Konkurrenz zu übersehen kann für ein Start-up schwerwiegende Folgen haben.

Die richtige Rechtsform finden

Die richtige Rechtsform für das Start-up zu wählen hat viel Einfluss auf den späteren Verlauf des Unternehmens. Die einzelnen Unternehmensformen haben sowohl Vor- als auch Nachteile, die es bei der Gründung gut abzuwägen gilt. Bei Unsicherheit kann sich der Gang zu einem Rechtsanwalt lohnen, der über die einzelnen Rechtsformen aufklärt und Empfehlungen geben kann.

So gibt es z.B. Rechtsformen, die Sie ohne Eigenkapital und mit nur einem Gründer nutzen können. Andere Rechtsformen hingegen fordern Eigenkapital und mindestens zwei Gründer. Unterschiedlich sind auch die Haftungsformen – ohne Beratung sollte man nicht so einfach „irgendeine“ Rechtsform wählen!

Mit einem guten Businessplan ein Start-up gründen

Wenn Sie Ihr eigenes Start-up gründen und finanzieren möchten, kommen Sie um einen guten Businessplan nicht herum. Auch wenn ein Businessplan sehr zeitaufwändig ist, so lohnt sich diese Investition. Mit einem Businessplan decken Sie nämlich vor allem für sich selbst erst einmal Lücken auf, sehen, ob Sie in Bezug auf die Marketingplanung an alles gedacht oder Ihre Zielgruppe richtig definiert haben. Zudem gehören verschiedene Analysen in einen guten Businessplan, die Ihnen den Start in die Selbstständigkeit vereinfachen.

Letztendlich benötigen Sie den Businessplan auch, um Finanzierungen für das Start-up zu erhalten oder Investoren für sich begeistern zu können!

Checkliste Start-up gründen: Daran müssen Sie denken!

Ein Start-up gründen und finanzierenViele Punkte werden bereits bei der Erstellung des Businessplans bearbeitet, dennoch gibt es noch einiges mehr, an das man als Gründer eines Start-ups denken sollte. Zu diesen Punkten gehören u.a.:

  1. Buchhaltung: Haben Sie sich bereits um einen Steuerberater gekümmert? Auch wenn es von vielen Start-ups in der Gründungsphase oft beiseite geschoben wird, so ist ein Steuerberater eine absolute Pflicht für jeden guten Unternehmer!
  2. Genehmigungen: Müssen Umbaumaßnahmen im späteren Start-up Büro vorgenommen werden oder benötigen Sie eine Genehmigung für Ihr Business, weil es sich um eine Lokalität mit Essensausgabe handelt? Auch bei der Ausführung bestimmter Berufe benötigen Sie Lizenzen oder gar einen Meisterbrief!
  3. Versicherungen: Benötigen Sie eine Betriebshaftpflicht oder eine Rechtsschutzversicherung für das Start-up? Sich frühzeitig um diese Punkte zu kümmern hat den Vorteil, dass Sie zu Beginn auch wissen, welche Kosten für diesen Posten auf Sie zukommen werden!
  4. Anmeldungen: Haben Sie sich beim Gewerbeamt angemeldet? Weiß das Finanzamt Bescheid? Wie sind Sie als Gründer krankenversichert und wer zahlt ab jetzt in Ihre Rentenversicherung ein? Eine gute Beratung – vor allem im Versicherungsbereich – kann wichtige Lücken schließen!

Start-up finanzieren: So geht´s

Wenn Sie Ihr Start-up finanzieren möchten, sollten Sie sich an Ihre Finanzplanung aus dem Businessplan halten. Wie viel Kapital benötigen Sie zum Start wirklich? Diese Frage wird oft unterschätzt, denn in einigen Fällen kann man sein Business als Start-up auch ohne teure Anfangs-Investitionen beginnen lassen.

Machen Sie sich einen genauen Plan, wohin das benötigte Geld fließen soll, damit Sie keinen Posten vergessen. Denken Sie an Anschaffungen für das Büro, an Lizenzen, Marketing-Aktionen ect.

Steht die benötigte Summe fest, dann empfehlen wir, verschiedene Kreditangebote miteinander zu vergleichen, da die Konditionen oft sehr weit auseinander liegen. Besonders einfach machen Sie sich die Finanzierung für das Start-up, wenn Sie…

  • … eine gute Bonität nachweisen können
  • … ein ausgereifter Businessplan vorliegt
  • … ggf. Sicherheiten vorhanden sind
  • … ein weiterer Kreditnehmer eingetragen wird

Vor allem ein zweiter Kreditnehmer senkt das Risiko für die Bank! In Frage kommen kann der Geschäftspartner oder ggf. der Lebenspartner oder ein Elternteil. Übrigens wird auch die Bonität oft unterschätzt! Wenn Sie unsicher sind, wie die Bank Ihre Bonität bewertet, dann sollten Sie eine Selbstauskunft bei der Schufa starten. Mehr zum Thema Bonität in Bezug auf die Kreditwürdigkeit finden Sie hier!

Unser Tipp: Bevor Sie sich nur auf allgemeine Kreditvergleiche beschränken, schauen Sie sich auch die verschiedenen Förderprogramme für Gründer und Start-ups an! So bietet zum Beispiel die KfW-Bank Sonderkonditionen!

Welche Bank die beste für Selbstständige ist, erfahren Sie in diesem Artikel!

Jetzt den besten Kredit zur Unternehmensgründung finden

Start-up finanzieren ohne Eigenkapital

Wenn Sie eine hervorragende Start-up Idee haben, sollten Sie diese auch umsetzen. Doch was tun, wenn kein Eigenkapital vorhanden ist und auch die Bank keinen Kredit an Sie vergeben möchte? In diesen Fällen kann sich eine Start-up Finanzierung über Crowdlending lohnen!

Beim Crowdlending stellen Sie einer großen Masse an Menschen Ihre Business-Idee vor und geben an, welchen Kapitalbedarf Sie haben. Ähnlich wie beim bereits bekannten Crowdfunding können nun verschiedene Menschen Ihnen eine bestimmte Summe für die Umsetzung Ihres Vorhabens zur Verfügung stellen. Da bereits schon kleine Summen gegeben werden können (oft ab 25 Euro) ist das Risiko für die (meist privaten) Kreditgeber deutlich geringer. Können Sie mit Ihrer Idee genügend Menschen begeistern, so können Sie Ihr Start-up über Crowdlending finanzieren und das Geld später in kleinen Raten (plus Zinsen) an die Crowdlending-Plattform zurückzahlen, welche die Tilgungssumme an die einzelnen Kreditgeber verteilt.

Mehr zum Thema Crowdlending für Selbstständige und Start-ups finden Sie in diesem Ratgeber!

Der Start ins eigene Business

Der Businessplan ist ausgereift, Anmeldungen, rechtliche und steuerliche Fragen sind geklärt und auch die Finanzierung steht? Dann kann der Start in die Selbstständigkeit mit dem eigenen Start-up beginnen.

Halten Sie sich an Ihren Businessplan, dann wissen Sie, in welcher Reihenfolge Sie vorzugehen haben. Von der Marketing-Strategie über die Eröffnung bis hin zur Kundenakquise haben Sie nun viel zu tun.

Unsere Empfehlung: Die Anfangszeit ist meist die schwierigste Phase. Lassen Sie sich nicht entmutigen, auch wenn es nicht so gut läuft wie erwartet. Eine regelmäßige Analyse des eigenen Start-ups in den ersten Wochen kann Fehler aufweisen und Änderungen ermöglichen, die den gewünschten Erfolg liefern. Eine monatliche Gewinn- und Verlustrechnung kann beispielsweise Aufschluss geben, wo noch Einsparpotential zu finden!
Zusätzlich kann die Investition in einen Gründungscoach Ihre Chance sein, von Anfang an alles richtig zu machen und sich bei wichtigen Entscheidungen oder Unklarheiten helfen zu lassen!

Ein Start-up gründen und finanzieren: Unser Fazit

Ein eigenes Start-up gründen ist nicht leicht, aber eine Möglichkeit, seinen Traum der beruflichen Weiterentwicklung endlich in die Tat umsetzen zu können. Holen Sie sich erfahrene Profis an Ihre Seite, investieren Sie zu Beginn genügend Zeit in die Erstellung eines Businessplans und starten Sie selbstbewusst in Ihr eigenes Business, kann fast nichts mehr schief gehen!

Jetzt den besten Kredit zur Unternehmensgründung finden
Keine Kommentare

Einen Kommentar hinterlassen

Paul Scheuschner

Kredite.org Autor

Paul Scheuschner

Paul ist Autor von Kredite.org und seit der Gründung in 2013 dabei. Sein Finanzwissen basiert auf einer Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, die er von August 2006 - Januar 2009 in Berlin bei der Allianz Versicherung durchlaufen hat. Er hat in dieser Zeit sowohl für die Allianz Versicherung im Innen- und Außendienst, als auch bei der Dresdner Bank (heute Commerzbank) gearbeitet.