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Effektivzins – die Bedeutung für Kreditnehmer im Vergleich: gut informiert finden Verbraucher die besten Darlehen!

„Nominal“, „Soll“, „Effektiv“ … dies sind nur drei von etlichen Vorsilben, die Verbrauchern im Kredit-Vergleich begegnen. Dies stiftet vor allem eines beim Laien: Verwirrung. Doch der Gesetzgeber hat diese Tatsache schon vor einigen Jahren erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen, um Bankkunden mehr Sicherheit auf dem Weg zum günstigsten Darlehen zu garantieren. Richtig ist weiterhin, dass Kreditgeber früher gerne mit dem so genannten Sollzins geworben haben. Dass Problem für Kunden bestand darin, dass sie in diesem Fall in vielen Fällen nur schwerlich beurteilen konnten, welche Kosten mit einem Kreditangebot am Ende wirklich verbunden sein würden. Je länger die Kreditlaufzeit angesetzt wurden, desto höher fielen die Gesamtkosten für Kunden am Ende aus, wenn Darlehen von versteckten Gebühren gekennzeichnet waren.

Banken müssen mittlerweile in ihren Produktinformationen grundsätzlich den durchschnittlichen Effektivzins nennen, der für die Mehrheit der Kreditnehmer potentiell erhältlich wäre.

Effektiver Jahreszins muss bei allen Raten-Darlehen angegeben werden

Spätestens bei einem umfangreichen und sehr langfristigen Baudarlehen ist es sträflich, wenn Kunden keinen genauen Vergleich der Konditionen auf eine dauerhafte Zinsfestschreibung hin vornehmen zu können. Alternativ zum Terminus „Effektivzins“ ist auch der Begriff des effektiven Jahreszinses oder Jahreszinssatzes geläufig. Hintergrund ist der, dass Kreditnehmer bei allen Darlehensprodukten vom Kleinkredit über einen Autokredit bis eben zur Immobilienfinanzierung eine Beschreibung zu den nachweislich entstehenden Gesamtkosten pro Jahr bekommen, wenn sie den Effektivzins betrachten. Damit erhalten Verbraucher also Fakten, die ihnen ein mühsamer Kreditrechner ebenfalls abnehmen würde oder wird. Übrigens betrifft die Angabe-Pflicht des effektiven Jahreszinses ergänzend zum nach wie vor meist genannten Soll- oder Nominalzins (reiner Zinssatz für die Tilgung eines Darlehens ohne Gebühren und Nebenkosten) nicht allein die deutsche Kreditbranche.

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Neue Richtlinie schreibt die Effektivzins-Nennung seit 2010 vor

Die den Vorgaben zugrundeliegende Verbraucherkreditrichtlinie, die im Frühsommer 2010 in Kraft trat, hat als Regelwerk Gültigkeit für die gesamt Europäische Union. Aus gutem Grund, denn die EU in Brüssel hatte sich bewusst entschieden, die Vergabepraxis bei Ratenkrediten aller Art für die Verbraucher innerhalb der EU zu vereinfachen. Insbesondere sollten Kalkulationen und Vergleiche einfacher werden – damit Kunden auch über die Landesgrenzen hinaus Darlehen heimischen Angeboten gegenüberstellen können. Der Gesetzgeber schreibt Kreditinstituten vor, bei einem Angebot nicht nur den Sollzins, sondern auch den effektiven Jahreszins anzugeben. Der Effektivzins, auch effektiver Jahreszins genannt, drückt die jährlichen Gesamtkosten eines Kredits aus. Wenn die Konditionen einer Finanzierung nicht für die gesamte Laufzeit festgelegt sind, spricht man vom sogenannten anfänglichen effektiven Jahreszins. Die genaue Berechnung des Effektivzinses ist in der EU-Verbraucherkreditrichtlinie festgelegt.

Diese Faktoren sieht der Gesetzgeber für den Effektivzins vor

Um verstehen zu können, welche Auswirkungen der Effektivzins auf die Kosten für Finanzierungen hat, müssen Verbraucher wissen, aus welchen Einzelpunkten sich der effektive Jahreszins überhaupt zusammensetzt. Aus Kundensicht mag es zunächst ausreichend sein, den Gesamtzins zu kennen und in der Tat widmen wir uns nicht der genauen Gewichtung der Faktoren innerhalb des Effektivzinssatzes. Dennoch ist es interessant zu erfahren, welche Dinge in die Zinsgestaltung einfließen, um einen Einblick in die Kreditbranche zu bekommen.

Kreditbearbeitungsgebühren dürfen Banken und andere Kreditanbieter in Deutschland nach höchstrichterlicher Entscheidungen des BGH aus dem Jahr 2014 nicht mehr. Die Gebühren wurden in der Vergangenheit als Teil des Effektivzinssatzes vor allem für die Prüfung der Bonität. Die Richter verboten die Bearbeitungsgebühren und verdonnerten Banken zur Rückzahlung, da der Aufwand im Interesse der Banken liegt. Bankkunden, die bereits Immobilienfinanzierungen zurückzahlen und dafür Bearbeitungsgebühren zahlen, erfahren hier, wie sie bereits gezahlte Beiträge zurückfordern können.

Der effektive Jahreszins als solcher bietet Banken auch ohne diesen Kostenpunkt noch reichlich Spielraum. Diese Kennzahlen sind beim Effektivzins als Bestandteil der Preisangabenverordnung relevant:

  • etwaige Zinsvorauszahlungen (so genannter Disagio)
  • der übliche Nominalzins
  • die kalkulierte Tilgungsrate für Darlehen
  • Gebühren für die Vermittlung
  • Abschlussgebühren

Weiterhin gilt: Wann und wie Zinsen – zum Beispiel monatlich oder quartalsweise – abgerechnet werden, spielt beim effektiven Jahreszins ebenso eine Rolle wie die Laufzeit oder eben die Kreditwürdigkeit. Für einen sinnvollen Kredit-Vergleich müssen Verbraucher wissen, dass nur Darlehen miteinander verglichen werden können, die sich durch eine identische Zinsfestschreibungsdauer auszeichnen. Möchten Kreditnehmer zur eigenen Sicherheit Restschuld-Police abschließen, stellen die Versicherungsbeiträge normalerweise einen zusätzlichen Kostenfaktor dar. Denn Banken können zumeist nicht auf Abschluss einer solchen Restschuldversicherung bestehen. Ausnahmen sind vielfach Angebote zur Immobilienfinanzierung.

Unterschiede zwischen Effektivzins und dem Sollzins: genaues Hinschauen unerlässlich!

Verbraucher, die verstehen möchten, welcher Sinn die gesetzliche Neuregelung zur Pflicht der Effektivzins-Angabe aus Kundensicht hat, müssen Bankkunden eine Vorstellung von den Unterscheiden zwischen dem effektiven Jahreszins und dem früher gebräuchlichen Sollzins oder Nominalzins haben. Vordergründig scheinen die Begriffe für Laien oft vergleichbar. Doch schon der zweite Blick reicht aus, um zu begreifen, dass es sich bei dieser Gleichsetzung um einen gefährlichen Trugschluss handelt, der Kreditkunden schlimmstenfalls teuer zu stehen kommen könnte. Zumindest wäre dies früher der Fall gewesen, als Banken noch allein mit dem Sollzins werben durften. Heute verhält sich die Situation am Markt nach aktueller Rechtsprechung so, dass Kunden einen Anspruch auf die Nennung des Effektivzinses von Seiten der Kreditanbieter haben. Diese Vorgabe gewährleistet die unverzichtbare Vergleichbarkeit, damit Kunden den für sich perfekten Kredit finden können.

Sollzins ist ein zentraler Bestandteil des Effektivzinses

Der Sollzins ist vielen Kunden von früher noch als so genannter „Nominalzins" bekannt. Zusammengefasst werden mit dem Sollzins die reinen Belastungen, die Kreditnehmern durch die Verzinsung an sich entstehen. Die üblichen Vermittlungsgebühren sowie Gebühren, die in vielen Fällen auch durch die Bevorzugung bestimmter Zahlungs- bzw. Tilgungsintervalle auftreten können. Der Sollzins bildet die Basis für die Berechnung der Ratenhöhe beim Kredit. Grundlage für den Sollzins wiederum sind beispielsweise an den Leitzinssätzen zum Zeitpunkt der Antragstellung. Die Banken stimmen ihre Zinssätze in diesem Fall auf mögliche Senkungen oder Anhebungen der Referenzzinssätze ab. Die Bonität der Kreditnehmer wirkt sich ebenfalls auf den Sollzins aus. Der Zinssatz steigt mit einer Verschlechterung der Kreditwürdigkeit. Eine feste Größe am Kreditmarkt ist der so genannte „Gebundene Sollzins“, der Kunden einen fixen Zinssatz über die gesamte Laufzeit verschafft. Hierbei handelt es sich im Grunde um eine mehr oder weniger lange Zinsfestschreibung.

Auch beim Effektivzins sind Zusatzgebühren denkbar

Beim Effektivzins oder effektiven Jahreszins geht es um die Finanzierungskosten insgesamt, die ein Kredit auf ein Jahr Laufzeit bezogen verursacht. Gemeint sind in diesem Fall die tatsächlichen Kreditkosten. Der Sollzins ist dabei ein Teilaspekt des Effektivzinses. Früher waren hier zudem Bearbeitungsgebühren enthalten, diese dürfen mittlerweile nicht mehr erhoben werden. Vermittlungsgebühren aber sind durchaus weiterhin üblich. Einige Banken arbeiten mit variablen effektiven Zinssätzen, so dass sich die Tilgungs-Bedingungen während der Laufzeit ändern können. Vereinbarungen zu einer längerfristigen Zinsbindung können zu einem Anstieg der Zinssätze führen. Auch ist zu sagen, dass selbst der Effektivzins kein vollständiges Abbild aller Gebühren ist. Sondertilgungen, Beiträge für eine Kreditversicherung, mögliche Kontoführungsgebühren oder Zinsen für die Kreditbereitstellung (Bsp. Baufinanzierung) sind auch hier nicht generell inkludiert. Eine Gemeinsamkeit von Soll- und Effektivzins zeichnet sich in der Darstellung ab. Beide Zinssätze werden normalerweise pro Jahr (kurz p.a. für „per anno“) mitgeteilt.

Kreditwürdigkeit kann sich auf die Zinsbedingungen auswirken?

Sehr viele besonders günstige Kreditangebote sind mit Vorsicht zu genießen. Denn nicht selten handelt es sich beim genannten Effektivzins um den Zins, den Banken in der Realität nur unter optimalen Bedingungen vergeben. Eine Rollen können dabei die Laufzeiten und Kreditsummen spielen. Noch wichtiger ist dabei aber in der Regel die Kreditwürdigkeit, da viele Darlehen nun einmal auf Basis der Bonität vergeben werden. Aus diesem Grund nennen Banken bei der Online-Anfrage zunächst auch nur unverbindliche Konditionen. Die „echten“ Bedingungen erfahren Verbraucher erst, wenn sie der Bonitäts-Anfrage bei der Schufa oder einer anderen Auskunftei zugestimmt haben und dieses Verfahren durchgeführt wurde. Der Bonitäts- oder Schufa-Score entscheidet letzten Endes also bei zahlreichen Angeboten aus dem Kredit-Vergleich darüber, welcher Effektivzins Kunden angeboten und was ein Kredit wirklich bei ordnungsgemäßer Tilgung ohne Ausfälle über die Laufzeit kosten wird.

Direktbanken: Nicht immer bieten sie den besten effektiven Jahreszins

In den Medien tauchen immer wieder Empfehlungen auf, dass sich Verbraucher vor allem mit den Kreditmodellen der so genannten Direktbanken befassen sollten. Diese Mitbewerber am Markt, so heißt es jedenfalls in der Berichterstattung, böten Kunden im Grunde immer den besten Effektivzins. Erklärt wird dies regelmäßig damit, dass die Direktbanken auf ein umfassendes Filialnetz und einen ähnlich großen Mitarbeiterstamm wie die klassischen Bankenhäuser mit mehr oder weniger vielen eigenen Niederlassungen verzichten. Die Folge sind geringe infrastrukturelle Ausgaben und vergleichsweise geringe Personalkosten. Diese Einsparungen geben Direktbanken immerhin in Teilen an ihre Kunden wieder, was sich in der Tat bei manchem Ratenkredit positiv auf den Effektivzins auswirken kann. Eine pauschale Aussage der Form „Direktbanken sind immer und unter allen Umständen“ die preiswertesten Kreditanbieter aber ist in der genauen Analyse nicht zulässig. So schön dies für Verbraucher auch wäre.

Online-Konten können oft besonders schnell eröffnet werden

Sie sind und bleiben auf einen präzisen Abgleich ihrer Wünsche und Möglichkeiten angewiesen, um über den Kredit-Vergleich den individuell besten Kredit abschließen zu können. Einen Unterschied gibt es bei den Direktbanken dennoch. Da sie (von Hotline-Angeboten) einzig auf das Internet als Medium für die Kreditvergabe und Kontaktaufnahme setzen, fällt die Zeitspanne vom Vergleich über die Beantragung samt Bonitätsprüfung und abschließender Absage oder Bewilligung des Antrags meist sehr kurz aus. Für Kreditnehmer in spe bedeutet dies erwartungsgemäß, dass sie auf diesem Wege mit geringem zeitlichen Aufwand etliche unverbindliche Angebote für ein Darlehen einholen und vergleichen können. Erwähnt sei dabei jedoch ebenfalls, dass die besagten Filialbanken ihrerseits längst natürlich die Online-Beantragung für Kredite über die eigene Webseite für sich entdeckt haben.

Kein Weg führt für bewusst agierende Kunden am Kreditvergleich vorbei

Dieser Wettbewerbsvorteil der Direktbanken ist also mittlerweile nahezu verschwunden. Das günstigste Kreditangebot kann im Einzelfall aber wie gesagt durchaus von einer Direktbank stammen – vielleicht im Rahmen spezieller Sonderangebote, bei denen Kreditkunden besonders günstig einen Kredit abschließen können. Noch schneller gelingt die Antragsprüfung übrigens bei einem der zunehmend gefragten Kredite ohne Schufa-Abfrage, Kunden mit finanziellen Probleme und Kapitalbedarf sollten an dieser Stelle nur darauf vorbereitet sein, dass der Effektivzins mit hoher Wahrscheinlichkeit merklich oberhalb der Zinskonditionen bei Darlehen mit Bonitätsprüfung angesiedelt sein wird.

Privatkredite: Vermittlungsportale offerieren teils eindeutige Zinsvorteile

Privatkredite sind ein noch recht junger Bereich des Kreditmarktes, in dem mit Fug und Recht von einem regelrechten Boom gesprochen werden kann. Um Missverständnissen vorzubeugen: Darlehen von privat an privat ohne Effektivzins oder sehr geringen Kosten von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern als eine Form der Privatkredite gab es im Prinzip schon immer. Doch die Branche hat sich durch das Internet verändert. Heute treten auch normale Verbraucher selbst als Geldgeber bei Finanzierungen auf. Oft gelingt dies über eine größere Gruppe von Geldgebern, die gemeinsam die Mittel für einen Kreditnehmer zur Verfügung stellen. Vorteile haben diese Konzepte von Anbietern wie smava oder auxmoney nicht nur Kredit-Empfänger.

Kreditportale auch für Kapitalanleger von Interesse

Die Plattformen stellen längst auch eine interessante Anlagevariante dar. Klassische Kapitalanlagen bieten aktuell kaum Rendite, daher entscheiden sich immer mehr Privatpersonen für das „Wagnis“, gewissermaßen als privates Kreditinstitut in Erscheinung zu treten. Die Folge sind überdurchschnittlich hohe Renditen im Vergleich zum normalen Geldmarkt. Die Bonitätsprüfung gehört auch hier meist zur normalen Praxis. Die Risiken für einen Kreditausfall trägt üblicherweise die Gemeinschaft der registrierten privaten Geldgeber. Für Antragsteller wiederum bieten die Kreditportale die Chance, für Projekte und Investitionen Kapital zu bekommen, obwohl normale Banken keine Aussicht auf Erfolg einräumen. Auch zinslich sind die Konditionen oft vorbildlich. So zahlen Kreditnehmer hier vielfach deutlich weniger als beim klassischen Ratenkredit. Je nach Plattform kann eine genaue Beschreibung des Investitionsvorhabens und die Bereitschaft zur Zahlung eines höheren Zinssatzes die Aussicht auf eine positive Kreditvergabe beeinflussen.

Die Chancen an, zum Beispiel eine auxmoney Kredit ohne Schufa zu erhalten, stehen unserem Ratgeber zufolge allerdings wie bei der Mehrheit der institutionellen Anbieter eher schlecht. Es sei denn, es handelt es sich ausdrücklich um schufafreie Kredite, bei denen Kunden aber nicht nur auf den Effektivzins achten, sondern zudem die Kreditnebenkosten und die Seriosität der Anbieter im Blick haben sollten, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Gerade bei Angeboten aus dem Ausland raten Experten im Kredit-Vergleich zur vorsichtigen Vorgehensweise!

kredite.org informiert: Unerwartete Situationen als Vor- und Nachteil in Kreditkosten auftauchen!

Unerwartete Veränderungen während der Kredit-Rückzahlungsphase müssen nicht immer negativer Natur sein. Natürlich sollten sich Kreditnehmer vor dem Abschluss des Ratenkredit-Vertrags – je höher die Summe, desto genauer sollte geplant werden – mit allen Eventualitäten befassen. Die Hauptfrage muss lauten: Bin ich auch bei etwaigen außerplanmäßigen Kosten für Anschaffungen oder Reparaturen noch imstande die monatlichen Raten vereinbarungsgemäß zu zahlen und meinen Kredit zu tilgen? Ist dies einmal nicht der Fall, können Kreditnehmer ihren monatlichen Verpflichtungen also nicht wie geplant nachkommen, können zusätzliche Kreditkosten in Form von Gebühren für die durchführbare Lastschriften oder Verzugskosten entstehen. Wie hoch diese angesetzt werden von Banken, muss den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entnehmen sein. Teilweise sind die Informationen etwas versteckt, was eine genaue Lektüre für Bankkunden unverzichtbar macht, bevor sie ihren Vertrag unterzeichnen. Kosten können im Übrigen auch entstehen, wenn Kunden aufgrund finanzieller Engpässe Krediten zwischenzeitlich stunden oder Ratenzahlungen zeitweise aussetzen möchten.

Sonderzahlungen sollten nicht übereilt vorgenommen werden

Doch was, wenn sich die wirtschaftliche Situation eines Kreditnehmers positiv verändert, zum Beispiel infolge einer Erbschaft oder durch eine Gehaltserhöhung? In solchen Fällen sind mehrere Schritte denkbar. Zum einen erlauben viele Banken eine Effektivzins-Anpassung. Allerdings nur, wenn keine langfristige Zinsfestschreibung Grundlage der Darlehen ist. Dann nämlich müssen Kreditnehmer entweder auf die Bank-Kulanz hoffen oder mit Korrekturen der Modalitäten zur Rückzahlung der Finanzierungen warten, bis die Zinsbindungsfrist abläuft. In dieser Situation können vorzeitige Kreditablösungen (vielleicht mit einem Wechsel zu Krediten mit günstigerem jährlichen Effektivzins) oder Sondertilgungen oftmals zu einer Senkung der Restschuld führen. Zugleich aber entstehen in diesem Zusammenhang bei vielen Banken Nebenkosten. Beispielsweise in Form der Vorfälligkeitsgebühr, wenn Kredite auf einen Schlag komplett zurückgezahlt werden nach einer überraschenden Finanzspritze.

Auch in solchen Momenten sollten Kreditnehmer mit einem Kreditrechner also objektiv und präzise kalkulieren, ob und in welchem Umfang sich vorzeitige Tilgungs-Maßnahmen tatsächlich im eigenen Interesse lohnen, bevor vorschnell Sonderzahlungen vorgenommen werden, die sich vielleicht aufgrund der berechneten Gebühren nur sehr bedingt bezahlt machen. Oder eher für die Bank als für die Kunden, die zwar freiwillig mehr ausgeben, aber nach Abzug der erhobenen Nebenkosten weniger sparen als erhofft.

Was bringen mir bonitätsunabhängige Effektivzinsen als Kreditnehmer wirklich?

Auch wenn die Antwort in den Augen vieler Leser auf der Hand liegen mag, greifen wir diesen Aspekt zum Abschluss nochmals kurz auf. Etliche Angebote für Darlehen ohne Bonitätsprüfung werden im Kredit-Vergleich gelistet. Auffallend ist in diesem Zusammenhang, dass es durchaus auch Kredite ohne Schufa für Selbstständige und Freiberufler am Markt gibt. Gerade diese Zielgruppen hatten in dieser Sparte bis vor wenigen Jahren oft kaum realistische Chancen auf eine Kreditvergabe. Bonitätsunabhängige Kreditzinsen bieten allgemein gesprochen den Vorteil, dass Kunden von Anfang an beim Lesen der Konditionen eines Darlehens auf der sicheren Seite sind: Erhalte ich eine Zusage, gilt auf jeden Fall der besagte Effektivzins, der Schufa-Score wirkt sich weder negativ noch positiv auf den Zinssatz aus. An dieser Stelle ist der Umkehrschluss für Kreditnehmer in spe ausnahmsweise durchaus zulässig.

Denn: Eine gute Einkommenssituation und eine eine vorbildliche Kreditwürdigkeit (im Score wäre dies ein Wert von mindestens 95 Punkten auf der Skala von 0 bis 100) muss leider nicht in jedem Fall zu einer Verbesserung der Zinssätze führen.

Effektivzinses nicht ohne Betrachtung der Gebühren analysieren

Auf der anderen Seite: Ist der jeweilige Kredit mit bonitätsunabhängigem Effektivzins im Vergleich sowieso der günstigste, kann dieser Aspekt problemlos außen vor gelassen werden. Für vorbelastete Bankkunden hingegen sind diese Angebote oft die preiswerteste Alternative im Kreditrechner. Die unabhängige Zinsfestlegung bedeutet dabei nicht, dass Darlehen ohne Schufa-Abfrage vergeben werden. Die wirtschaftlichen Verhältnissen haben im Rahmen der Beantragung sehr wohl Einfluss, entscheiden aber eben nicht über den Effektivzins und die Kreditkosten. Aber: In vielen Fällen liegt der Basiszins beim bonitätsunabhängigen Darlehen bereits über dem aktuellen Durchschnittswert der Angebote am Markt, bei denen die Bonität über den Zinssatz mitentscheidet. Die Auswahl ist reichhaltig, doch nicht jeder Kredit ist für jeden Kunden geeignet. Bei hohen Kreditsummen sollten Kunden den Vorfälligkeitsentgelten und Gebühren für Sondertilgungen zumindest anfangs die nötige Aufmerksamkeit widmen.


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Content Department

Chefredakteur Kredite.org

Peter König

Peter König kümmert sich als hauptverantwortlicher Chefredakteur unseres Portals vor allem um die Themen Aktien, Fonds und Geldanlage. Schon früh hatte König großes Interesse am Wirtschaftsgeschehen und dem Finanzmarkt. Einer Lehre als Bankkaufmann folgte das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Nach dem Diplom trat der heute 58-Jährige eine Festanstellung als Fondsmanager bei einem großen Geldinstitut an, für das er heute noch in Teilzeit tätig ist.