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Wie lange speichert die Schufa die Daten?

Das Wichtigste in Kürze
Es gibt vorgeschriebene Löschfristen, nach deren Ablauf die Schufa einen Negativeintrag wieder streichen muss. Negativeinträge, die aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte stammen müssen nach drei Jahren wieder gelöscht werden. Bei einer Verbraucherinsolvenz dauert es dagegen sechs Jahre.
Eine Löschung bereits vor Ablauf der dreijährigen Löschfrist ist bei Negativeinträgen über Forderung bis zu einer Maximalhöhe von 2.000 Euro möglich, wenn diese innerhalb von sechs Wochen beglichen wurde.
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Mit der Schufa sind die meisten Verbraucher sicherlich schon das ein oder andere Mal in Kontakt gekommen. Insbesondere wenn es darum geht, einen Bankkredit aufzunehmen oder etwas auf Raten zu kaufen, führt kaum ein Weg an der Schufa vorbei. Denn die Schufa ist Deutschlands führende Wirtschaftsauskunftei. Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich bei der Schufa aber nicht um eine offizielle Behörde, sondern um ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Die Schufa wurde 1927 gegründet, im Jahr 2000 folgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, die heute über 700 Mitarbeiter beschäftigt. Banken und Sparkassen sind nicht nur die wichtigsten Kunden der Schufa, sondern zugleich auch ihre Hauptaktionäre. Insgesamt versorgt die Schufa, deren Hauptsitz sich in Wiesbaden befindet, über 8.500 Firmenkunden mit wirtschaftsrelevanten Informationen. Neben Banken und Sparkassen gehören auch Handelsunternehmen, Mobilfunkanbieter und Energieversorger zum Kreis der Schufa Kunden.

Warum gibt es die Schufa überhaupt?

Die Schufa mag zwar für den ein oder anderen Bankkunden ein echtes Schreckgespenst sein, dennoch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Schufa gesamtwirtschaftlich eine wichtige Funktion erfüllt. Denn grundsätzlich sind Kreditgeschäfte für den Kreditgeber immer mit einem Ausfallrisiko verknüpft. Die Aufgabe der Schufa ist es, Informationen über das Verhalten von Personen und Unternehmen im Geschäftsleben zu sammeln. Diese Daten stellt die Schufa ihren Vertragspartner zur Verfügung, damit sie sich ein Bild über die Zahlungsmoral ihrer potenziellen Kunden machen können. Anhand der Schufa Daten kann der Vertragspartner abschätzen, wie groß das Risiko ist, dass es zu einem Zahlungsausfall kommt.

Die Informationen helfen den kreditgebenden Unternehmen fundierte Entscheidungen zu treffen und somit das Geschäftsrisiko zu minimieren. Damit trägt die Schufa in erheblichem Maße dazu bei, dass die Kreditgeschäfte zwischen Unternehmen und Verbrauchern heutzutage rasch und kostengünstig abgewickelt werden können. Letztlich können also beide Seiten durchaus einen Nutzen aus den Dienstleistungen der Schufa ziehen. Grundsätzlich muss auch bedacht werden, dass die Schufa immer nur die für die Risikoeinschätzung notwendigen Informationen liefert, die letztendliche Entscheidung, ob ein Vertrag zustande kommt oder ein Kredit vergeben wird, liegt immer noch beim Vertragspartner.

Was darf die Schufa und was nicht?

Vielfach wurde schon die Befürchtung laut, dass der Verbraucher durch die Schufa zum gläsernen Kunden wird, über den die Unternehmen alles wissen. Es ist jedoch gesetzlich strikt geregelt, wann die Schufa Informationen an ihre Vertragspartner weitergeben darf. Der Schufa ist es nur gestattet Informationen an einen Vertragspartner weiterzugeben, wenn dieser ein berechtigtes wirtschaftliches Interesse hat. Voraussetzung dafür ist zum einen, dass mit der Person, deren Daten bei der Schufa angefordert werden, ein Vertrag abgeschlossen werden soll oder bereits ein Vertragsverhältnis besteht. Zum anderen muss das Geschäft mit einem wirtschaftlichen Risiko verbunden sein, vor allem dann, wenn der Vertragspartner in Vorleistung treten soll.

Die Schufa liefert aber nicht nur Informationen an ihre Vertragspartner, sondern erhält auf umgekehrten Weg ebenso Daten von diesen Vertragspartnern. Für die Übermittlung der Daten an die Schufa bedarf es in vielen Fällen aber des Einverständnisses des Verbrauchers. Aus diesem Grund findet man in Verträgen oft die sogenannte Schufa Klausel. Mit seiner Unterschrift gibt der Verbraucher sein Einverständnis, das die mit dem jeweiligen Geschäft in Verbindung stehenden Informationen an die Schufa weitergeleitet werden. Somit wird praktisch auch das Bankgeheimnis außer Kraft gesetzt. Der Kunde kann sich natürlich auch weigern, der Übermittlung der Daten zuzustimmen. Doch dann ist die Gefahr groß, dass das Geschäft nicht zustande kommt.

Die Schufa nutzt die gesammelten Daten auch für ein sogenanntes Scoring. Bei diesem Verfahren wird anhand statisch mathematischer Berechnungsmethoden aus den gesammelten Daten der Vergangenheit eine Prognose für die Zukunft erstellt. Die von der Schufa berechnete Kennzahl dient dem Vertragspartner dann als Anhaltspunkt, wie wahrscheinlich es bei dem jeweiligen Kunden ist, dass es in Zukunft zu einem Zahlungsausfall kommen könnte. Ein schlechter Score-Wert kann also dazu führen, dass ein Kunde abgelehnt wird. Die genaue Berechnungsmethode für die Score-Werte wird von der Schufa allerdings streng geheim gehalten. Das hat auch schon das ein oder andere Mal für Ärger gesorgt. Zuletzt hatte eine 54 Jahre alte Angestellte aus Hessen gegen die Schufa geklagt. Die Klägerin wollte erreichen, dass die Schufa preisgibt, wie genau ihr Score-Wert zustande gekommen ist. Doch der Bundesgerichtshof wies die Klage ab (BGH, Urteil vom 28. Januar 2014, Az. VI ZR 156/13). Auf absehbarer Zeit wird die genaue Berechnung des Schufa Score für Außenstehende also weiterhin ein Geheimnis bleiben.

Welche Daten werden von der Schufa ermittelt und gespeichert?

Bei der Schufa sind über 682 Millionen Daten zu 66,3 Millionen natürlichen Personen gespeichert. Von der Schufa werden sowohl Negativmerkmale als auch Positivmerkmale erfasst. Zu den Informationen, die von der Schufa als Negativmerkmale gespeichert werden, gehören zum einen Informationen über nicht vertragsgemäßes Handeln, die direkt von den Vertragspartnern der Schufa stammen. Dazu gehören beispielsweise Informationen über Zahlungsstörungen bei der Rückzahlung eines Kredits oder eine Kontokündigung. Aber auch Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen wie beispielsweise die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung oder die Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens zählen zu den Negativmerkmalen, die von der Schufa gespeichert werden.

Auf der Gegenseite werden von der Schufa aber auch sogenannte Positivmerkmale über vertragskonformes Verhalten des Verbrauchers, wie beispielsweise die ordnungsgemäße Rückzahlung eines Kredits, gespeichert. Ferner sind auch Informationen über die Eröffnung eines Kontos, die Aufnahme eines Kredits, die Beantragung einer Kreditkarte, den Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder einen Ratenkauf bei der Schufa hinterlegt. Es gibt aber auch bestimmte Informationen, die grundsätzlich nicht im Datenbestand der Schufa auftauchen. Darunter fallen Informationen zum Beruf, den Vermögensverhältnissen, dem Einkommen, der Nationalität oder dem Familienstand.

Habe ich das Recht auf eine Schufa-Auskunft?

Um abschätzen zu können, wie gut oder schlecht die Chancen bei einem Kreditantrag stehen, ist es natürlich auch für den Verbraucher wichtig zu wissen, welche Daten bei der Schufa über ihn gespeichert sind. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt. Seit 2010 steht deshalb jedem Bundesbürger gemäß § 34 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) grundsätzlich das Recht zu, einmal pro Jahr eine kostenlose Selbstauskunft bei der Schufa einzuholen. Die kostenlose Selbstauskunft muss per Post angefordert werden. Ein entsprechendes Musterschreiben finden Sie auf Kredite.org. Vergessen Sie aber nicht zum Nachweis Ihrer Identität eine Kopie des Personalausweises oder die Kopie eines Reisepasses und die Kopie einer Meldebescheinigung beizulegen.

Was kosten zusätzliche oder ausführlichere Auskünfte und was bringen Sie mir?

Neben der kostenlosen Selbstauskunft kann der Verbraucher auch noch weitere kostenpflichtige Dienste der Schufa in Anspruch nehmen. So haben Verbraucher die Möglichkeit, sich einen kostenpflichtigen Online-Zugang von der Schufa einrichten zu lassen. Für diesen Service berechnet die Schufa 3,95 Euro pro Monat. Hinzukommt eine einmalige Aktivierungsgebühr in Höhe von 9,95 Euro. Für den Nutzer bietet dieser Service den Vorteil, jederzeit Einblick in die gespeicherten Daten der Schufa nehmen zu können. Aber natürlich immer nur in die eigenen Daten. Auf Wunsch wird der Nutzer sogar von der Schufa über relevante Änderungen im Datenbestand per E-Mail oder SMS in Kenntnis gesetzt.

Es kann immer wieder vorkommen, dass ein Geschäftspartner, beispielsweise ein Vermieter, von Ihnen die Vorlage einer Schufa Auskunft verlangt. Wenn Sie dann eine kostenlose Selbstauskunft nach § 34 BDSG nutzen, hat das den Nachteil, dass Ihr Gegenüber direkt Einblick in sämtliche über Sie bei der Schufa gespeicherte Daten erhält. Für diesen Fall bietet die Schufa aber auch eine sogenannte Schufa Bonitätsauskunft an. Die Schufa Bonitätsauskunft hat gegenüber der Selbstauskunft den entscheidenden Vorteil, dass der jeweilige Geschäftspartner darin nur die für ihn relevanten Informationen findet. Allerdings ist die Schufa Bonitätsauskunft im Gegensatz zur Selbstauskunft nach § 34 BDSG nicht kostenlos, sondern schlägt einmalig mit 24,95 Euro zu Buche.

Wie lange bleiben negative Einträge in der Schufa?

Negativeinträge bei der Schufa können dem Betroffenen das Leben ganz schön schwer machen. Glücklicherweise bleiben einmal gespeicherte Negativeinträge aber nicht für immer bestehen. Es gibt nämlich vorgeschriebene Löschfristen, nach deren Ablauf die Schufa einen Negativeintrag wieder streichen muss. Negativeinträge, die aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte stammen, wie beispielsweise ein Negativeintrag wegen Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, müssen nach drei Jahren wieder gelöscht werden. Bei einem Negativeintrag wegen Aufnahme eines Verbraucherinsolvenzverfahrens dauert es hingegen doppelt solange, also sechs Jahre, bis dieser gelöscht wird. Negativeinträge aufgrund nicht vertragsgemäßen Verhaltens löscht die Schufa nach drei vollen Kalenderjahren, falls die damit verbundenen Forderungen mittlerweile beglichen worden sind. Bei nicht ausgeglichenen Forderungen ist eine längere Speicherung möglich.

Es gibt jedoch auch einige Sonderfälle, in denen eine vorzeitige Löschung der Negativeinträge möglich ist. Eine Löschung bereits vor Ablauf der dreijährigen Löschfrist ist bei Negativeinträgen über Forderung bis zu einer Maximalhöhe von 2.000 Euro möglich, vorausgesetzt, dass die Forderung innerhalb von sechs Wochen beglichen wurde. Auch bei Negativeinträgen über eine eidesstattliche Versicherung oder zu einem Haftbefehl zur Erzwingung einer eidesstattlichen Versicherung ist eine vorzeitige Löschung aus dem Datenbestand der Schufa möglich, wenn ein Löschbescheid des Amtsgerichtes vorgelegt wird.

Warum sollte ich überhaupt darauf bedacht sein, dass ich nicht in der Schufa stehe?

Banken sich keine Wohltäter sondern wollen mit der Vergabe von Krediten Geld verdienen. Das ist jedoch nur möglich, wenn der Kreditnehmer seinen Kredit ordnungsgemäß zurückzahlt. Deshalb prüfen die Banken vor jeder Kreditvergabe die Bonität des Kreditnehmers. Hierfür wird grundsätzlich eine Schufa Auskunft eingeholt. Sollte sich dabei herausstellen, dass Negativeinträge vorliegen, ist dass für die Bank ein Warnhinweis, dass es sich um einen Risikokunden handelt. Dann ist die Gefahr groß, dass die Bank den Kreditantrag einfach ablehnt.

Negativeinträge können aber nicht nur bei der Beantragung eines Kredits zu Problemen führen, sondern auch bei vielen anderen geschäftliche Aktivitäten des Alltags. So wird es mit Negativeinträgen ebenso wenig möglich sein, einen Ratenkauf bewilligt zu bekommen. Wollen Sie im Internet etwas auf Rechnung kaufen, ist das bei den meisten Händlern nicht mehr möglich, wenn Negativeinträge vorhanden sind. Selbst Mobilfunkanbieter führen heute vor Vertragsabschluss in der Regel erst einmal eine Schufa Abfrage durch. Mit Negativeinträgen gibt es daher auch oftmals keinen Mobilfunkvertrag bzw. nur einen Prepaid-Vertrag. Nicht zuletzt können Negativeinträge auch die Chancen auf eine erfolgreiche Wohnsuche erheblich schmälern. Denn heutzutage wollen viele Vermieter erst einmal eine Schufa Auskunft von dem Mietinteressenten sehen, bevor sie ihm eine Wohnung vermieten.

Was kann ich tun, wenn ich zu Unrecht negativ in der Schufa vermerkt bin?

Auch die Schufa macht Fehler. Es kommt leider immer wieder vor, dass im Datenbestand einer Person zu Unrecht Negativeinträge vermerkt sind. Das ist natürlich ärgerlich, da daraus ein erheblicher finanzieller Nachteil für den Betroffenen erwachsen kann. Wenn Sie Einblick in ihre Schufa Daten genommen haben und feststellen mussten, dass dort fehlerhafte Negativeinträge vorhanden sind, sollten Sie umgehend mit der Schufa Kontakt aufnehmen und eine Berichtigung der Daten verlangen. Falls die fehlerhaften Daten von einem Vertragspartner an die Schufa übermittelt wurden, sollte Sie sich mit diesem ebenfalls in Verbindung setzen und verlangen, den Eintrag gegenüber der Schufa zu berichtigen. Denn das erleichtert der Schufa natürlich die Überprüfung. Grundsätzlich gilt nämlich, dass die Vertragspartner, die der Schufa unrichtige Information übermittelt haben, zu einem Widerruf verpflichtet sind und sogar für die Folgen haftbar gemacht werden können.

Sollte sich die Schufa weigern, einen zu Unrecht gespeicherten Negativeintrag aus dem Datenbestand zu löschen, hat der Verbraucher immer noch die Möglichkeit, den Ombudsmann der Schufa um Hilfe zu bitten. Hierbei handelt es sich um eine neutrale Schlichtungsstelle, die bei Unstimmigkeiten zwischen Schufa und Verbrauchern zu vermitteln versucht. Die Beschwerde muss schriftlich beim Ombudsmann der Schufa eingereicht werden:

SCHUFA Ombudsmann
Postfach 5280
65042 Wiesbaden

Falls der Ombudsmann entscheidet, dass der Verbraucher im Recht ist, kann er eine Korrektur des entsprechenden Eintrags bei der Schufa veranlassen. Bei diesem Schlichtungsverfahren fallen für den Verbraucher keine Kosten an.

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Content Department

Chefredakteur Kredite.org

Peter König

Peter König kümmert sich als hauptverantwortlicher Chefredakteur unseres Portals vor allem um die Themen Aktien, Fonds und Geldanlage. Schon früh hatte König großes Interesse am Wirtschaftsgeschehen und dem Finanzmarkt. Einer Lehre als Bankkaufmann folgte das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Nach dem Diplom trat der heute 58-Jährige eine Festanstellung als Fondsmanager bei einem großen Geldinstitut an, für das er heute noch in Teilzeit tätig ist.