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Schwäbisch Hall Bausparen – Test und Erfahrungen

Als Bausparkasse der Volks- und Raiffeisenbank ist Schwäbisch Hall die mit Abstand größte Einrichtung ihrer Art in Deutschland. Groß ist auch das Angebot an unterschiedlichen Tarifen. Und bei verschiedenen Tests landete das Unternehmen ebenfalls im vorderen Bereich oder sogar ganz vorne.

Schwäbisch Hall Bausparen im Test

Die Volks- und Raiffeisenbanken genießen in Deutschland nach wie vor ein deutlich höheres Vertrauen als Privatbanken. Ist das gerechtfertigt? Die Schwäbisch Hall Bausparkasse im Test.

Testkategorie 1: Die Produkte

Als Vertriebstochter der Volks- und Raiffeisenbanken konzentriert sich das Unternehmen fast völlig auf das Bausparen. Auch die Immobiliendarlehen werden überwiegend in Kombination mit Bausparverträgen angeboten, weitere Produkte sind nicht im Angebot. Schließlich will man den Schwesterunternehmen keine Konkurrenz machen. Dafür ist die Anzahl an angebotenen Tarifen groß.

Drei verschiedene Tariflinien bietet die Bausparkasse aktuell an, nämlich FuchsImmo für Bausparer mit konkretem Finanzierungsziel sowie FuchsStart und FuchsChance für Anleger, die noch keine Pläne haben und nicht wissen, wann sie wirklich bauen. Ihnen bietet FuchsStart eine hohe Flexibilität durch die Möglichkeit zu einem späteren Tarifwechsel und FuchsChance die Aussicht auf einen höheren Guthabenzins, wenn das allgemeine Zinsniveau wieder steigt.

Die einzelnen Produktlinien haben wieder zahlreiche Varianten, beispielsweise FuchsImmo 2 XJ mit einer niedrigen Ansparphase oder FuchsImmo 1 XS mit einem hohen Tilgungsbeitrag von 0,8 Prozent der Bausparsumme pro Monat bei gleichzeitig niedrigem Zinssatz.

Schwäbisch Hall bietet auch Immobiliendarlehen, aber immer nur in Kombination mit einem Bausparvertrag. Dabei wird zunächst ein Kredit aufgenommen, der wird aber nicht laufend getilgt, sondern stattdessen wird in einen Bausparvertrag eingezahlt. Wird der fällig, wird daraus der Kredit abgelöst. Dieses Modell lohnt sich aber nicht immer und ist weniger transparent als ein klassisches Immobiliendarlehen.

Zwischenfazit Produkte: Die Auswahl ist groß, Schwäbisch Hall bemüht sich für unterschiedliche Lebenslagen unterschiedliche Tarifvarianten zu „schneidern“.

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Testkategorie 2: Die Konditionen

Die Sollzinsen bewegen sich bei Schwäbisch Hall im üblichen Rahmen. Einen Tarif mit garantiertem hohen Sparzins gibt es aber nicht, beim Tarif FuchsChance sind zwar attraktive Zinsen möglich, dafür müsste der Zinssatz aber erst einmal deutlich steigen. Immerhin liegt der Mindestzins bei diesem Vertrag noch über dem für Tagesgeld.

Die Abschlussgebühr liegt mit 1,0 Prozent sogar leicht unter dem Durchschnitt, allerdings wird sie auch beim Online-Vertragsabschluss fällig. Hier sind einige Konkurrenten großzügiger. Schließlich entfallen bei Online-Verträgen die hohen Provisionen, die den Vermittlern gezahlt werden müssen.

Positiv ist die Tatsache, dass die Raten bis zu 30 Jahre konstant gehalten werden können. Außerdem sind Sondertilgungen jederzeit und kostenlos möglich. Das spart Zinsen und Zinseszinsen, denn jede Rückzahlung senkt die Restschuld und damit auch Zinsbelastung. Wegen der gleichbleibenden Raten steigt dann der Tilgungsanteil, was die Rückzahlung weiter beschleunigt.

Zwischenfazit Konditionen: Die Konditionen sind gut, es fehlt aber leider ein spezieller Online-Tarif mit niedrigerer Abschlussgebühr.

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Testkategorie 3: Beratung und Service

Schon nach wenigen Sekunden öffnet sich beim Besuch der Website ein Chat-Fenster. Wer Fragen hat, kann sich damit jederzeit schnell und einfach an einen Mitarbeiter wenden. Zwar sitzt am Ende der Leitung kein Schwäbisch-Hall Mitarbeiter, sondern Angestellte des Dienstleisters eGain, aber bei vielen Fragen können auch sie weiterhelfen. Die Mitarbeiter der Bausparkasse selbst sind telefonisch oder per E-Mail erreichbar.

In erster Linie läuft die Beratung bei Schwäbisch Hall aber nach wie vor über Außendienstmitarbeiter. Das können freie Berater sein oder Angestellte von Genossenschaftsbanken wie Sparda-, Raiffeisen- und Volksbanken. Der nächste Berater ist deshalb fast nirgends weit entfernt.

Beim Test von Euro am Sonntag wurde Schwäbisch Hall Testsieger, bei Focus Money ebenfalls. Die Stiftung Warentest vergab zwar nur die Note 3, damit liegt das Unternehmen aber immer noch im vorderen Bereich.

Fazit: Als einer von wenigen Anbietern gibt es bei Schwäbisch Hall Beratung im Chat. Das Netz an Beratern ist sehr dicht und deren Arbeit wurde in den meisten Tests überdurchschnittlich gut bewertet, mehrfach wurde die Bausparkasse sogar Testsieger.

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Testkategorie 4: Website

Auf den ersten Blick wirkt die Website unspektakulär, allerdings fallen mehre Punkte schnell positiv auf. Da ist zum Beispiel das Lebenslagen-Konzept bei der Navigation. Je nach Ziel, also bauen oder kaufen, modernisieren, sparen oder umschulden wählt man eine Kategorie aus.

Unter dem Menüpunkt „Angebot“ findet man eine ähnliche Struktur, hier gibt es auch eine Übersicht über alle Tarife. Die Tarife sind nicht, wie manchmal üblich, nur als PDF-Dokument eingestellt, sondern direkt in die Website eingepflegt, das erleichtert die Suche und das Aufrufen mit kleineren Bildschirmen. Die Informationen zu den Produkten sind übersichtlich und verständlich aufbereitet, außerdem findet man gleich dazu weitere Informationen wie die Bausparbedingungen.

Leider ist die Navigation rechts oben angebracht, der erste Blick auf die Seite lässt einen nur die Navigation in der Kopfleiste mit den Themen „Unternehmen“ und „Karriere“ finden. Wer die Hauptnavigation aber erst einmal entdeckt hat, der findet sich damit gut zurecht.

Neben dem Angebot gibt es auch einen Navigationspunkt „Service“ mit allen wesentlichen Funktionen wie einer Beratersuche und der Möglichkeit schriftliche Informationen anzufordern. In der Rubik „Wohnglück“ ist das Kundenmagazin mit Tipps und Ratschlägen rund um das eigene Haus eingestellt.

Zwischenfazit Website: Insgesamt eine übersichtliche Website mit zahlreichen Informationen.

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Testkategorie 5: Vertrauenswürdigkeit und Hintergrund

Wie viele Bausparkassen wurde das Unternehmen in der Zeit der Weimarer Republik als Selbsthilfeinstitution gegründet. Vor allem Kölner Handwerker schlossen sich damals zusammen und gründeten die Deutscher Bausparer AG, Bau- Spar- und Entschuldungskasse. Schon in den 1930 Jahren war das Unternehmen in den genossenschaftlichen Sektor eingebunden.

Nachdem die Zentrale, die sich ab 1936 in Berlin befand, im Krieg zerstört worden war, zog das Unternehmen ins ländliche Schwäbisch Hall zwischen Heilbronn und Ansbach – und bliebt dort. Seit 1956 ist sie das gemeinsame Bausparinstitut der Genossenschaftsbanken. Über die DZ Bank in Frankfurt befindet sie sich im Eigentum der Volks-, Raiffeisen-, Sparda- und PSD-Banken sowie weiterer genossenschaftlicher Kreditinstitute wie der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG.

Diese Struktur sorgt dafür, dass die Bausparkasse ihrem klassischen Modell bisher treu geblieben ist und verantwortungsvoll mit dem Geld ihrer Sparer umgeht. Die Genossenschaftsbanken wollen schließlich keinen Skandal, der ihrem guten Ruf schadet.

Zwischenfazit Vertrauen: Schwäbisch Hall ist die größte Bausparkasse in Deutschland und als Teil der Gruppe der Genossenschaftsbanken ein seriöses Unternehmen.  

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Fazit

Service und Website sind gut bis sehr gut. Fragen lassen sich schnell im Online-Chat beantworten. Das Produktangebot ist breit und bietet für fast jede Lebenslage etwas. Das Netz an Beratern ist sehr dicht und die Beratungsqualität ist vergleichsweise gut. Die Zugehörigkeit zur Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken ist ein weiterer Pluspunkt, allerdings müssen auch Online-Kunden die volle Abschlussgebühr zahlen.

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Brigitte Papst

Redakteurin Kredite.org

Brigitte Papst

Brigitte Papst schreibt als freie Redakteurin über Finanz-, Immobilien- und Verbraucherthemen. Sie studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität in Münster sowie "International Relations" (M.A) an der University of Birmingham (Großbritannien). Neben ihrer journalistischen Tätigkeit arbeitet Papst als Unternehmens- und Anlageberaterin. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.