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BKM Bausparen – Test und Erfahrungen

Hinter der Abkürzung BKM versteckt sich die Bausparkasse Mainz. Die Langform des Namens findet man auf der Internetseite kaum noch. Bekannt ist das Unternehmen vor allem, weil es bereits vor rund 30 Jahren begann Ethnomarketing zu betreiben und die damals als „Gastarbeiter“ bezeichneten Migranten und deren Familien mit einem eigenen Vertriebskonzept ansprach. Auch wer keinen Migrationshintergrund hat, kann aber da natürlich einen Bausparvertrag abschließen – oder auch andere Finanzprodukte erwerben.

BKM Bausparen im Test

Die Bausparkasse Mainz bietet deutlich mehr als nur Bausparverträge und Immobilienfinanzierung. Auch Ratenkredite kann man dort aufnehmen oder Fest- und Termingelder anlegen. Der Schwerpunkt des Tests soll aber auf dem Bausparen liegen, andere Finanzprodukte werden zwar vorgestellt, aber nur am Rande mit in den Test einbezogen.

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Testkategorie 1: Die Produkte

Die Produkte der BKM lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

  • Bausparen,
  • Immobilienkredite,
  • Sofortkredite,
  • Sparprodukte,
  • Immobilien

Allerdings tritt die Bausparkasse Mainz in vielen Fällen nur als Vermittler auf. Bei Versicherungen für die Versicherungsgesellschaft Inter, zu der das Unternehmen mittlerweile gehört. Beim Sofortkredit ist die CreditPlus Bank aus Stuttgart Partner, beim Baukredit sind es verschiedene Banken.

Bei den Sparprodukten wie Tages-, Fest- und Termingeld ist die BKM dagegen selbst als Bank aktiv. Das Geld verwendet sie um den Darlehensanteil bei den Bausparverträgen zu finanzieren.

Kern des Produktangebots sind aber natürlich die Bausparverträge. Hier bietet BKM mit fünf verschiedenen Tarifvarianten eine relativ große Auswahl. Zwei davon sind für den reinen Online-Vertrieb konzipiert, die übrigen drei können über einen Berater abgeschlossen werden.

Neben dem klassischen Bausparvertrag mit niedrigen Zinsen gibt es noch eine zweite Variante, bei der zwar die Kreditzinsen etwas höher sind, dafür aber während der Sparphase auch ein höherer Zins auf das Guthaben gezahlt wird. Beide Varianten gibt es sowohl als Beratungs- als auch als Direktvertrieb. Einmal unter den Namen maxBasis und maxSparplus und online als maxDirekt R beziehungsweise maxDirekt F. Bei der Online-Variante verzichtet man auf Beratung, erhält aber günstigere Konditionen.

Über die Berater vor Ort wird außerdem noch der Tarif maxPremium vertrieben, der mit einer besonders hohen Flexibilität wirbt.

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Zwischenfazit Produkte: Fünf verschiedene Tarifvarianten bietet BKM. Streng genommen müsste man aber sagen, wer seinen Bausparvertrag mit Beratung abschließen will, der findet drei verschiedene Varianten, wer einen Online-Direktabschluss wünscht hat die Wahl zwischen zwei Tarifen.

Testkategorie 2: Die Konditionen

Gerade beim Online-Tarif sind die Konditionen sehr gut. Beim Tarif maxDirekt R sind die Zinsen sogar höher als bei den meisten Festgeldangeboten. Allerdings nur bei entsprechend langer Spardauer. Außerdem ist im Gegenzug der Sollzins auch höher. Wer in absehbarer Zeit bauen will, der sollte deshalb lieber zum Tarif maxDirekt F greifen. Die pauschale Abschlussgebühr bei beiden Direkt-Angeboten ist bei größeren Bausparsummen deutlich günstiger als die relative, beispielsweise 1,0 Prozent, die sonst bei solchen Verträgen üblich ist.

Bei den über einen Berater abgeschlossenen Verträgen fällt dagegen auch hier eine prozentuale Abschlussgebühr an, die im üblichen Rahmen liegt. Die Sollzinsen sind beim Tarif maxBasis ebenfalls etwas höher als beim vergleichbaren maxDirekt R, dafür sind es aber auch die Habenzinsen.

Zwischenfazit Konditionen: Die Direkttarife sind vor allem in Hinblick auf die niedrigen Abschlussgebühren sehr interessant.

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Testkategorie 3: Beratung und Service

Wer einen der drei klassischen Bausparverträge abschließen will, kann mit einem Berater vor Ort Kontakt aufnehmen. Bei den Direkttarifen ist das natürlich nicht möglich, Ansprechpartner sind dann die Mitarbeiter in der Zentrale in Mainz. Die lassen sich entweder telefonisch über eine reguläre Mainzer Nummer oder per E-Mail kontaktieren.

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Bei der Kundenbefragung des Deutschen Kundeninstituts im Auftrag der Zeitschrift „Euro am Sonntag“ hat die Bausparkasse Mainz gleich zweimal mit sehr gut abgeschnitten. Dagegen kommt die Stiftung Warentest zu einem etwas schlechteren Ergebnis, die BKM erhält hier nur die Note „ausreichend“ (3,9). Teilweise wurden nach Ansicht der Tester wichtige Informationen zum Bausparvertrag nicht mitgeliefert.

Kunden mit einer anderen Muttersprache als Deutsch profitieren von der Beratung der Tochter OfaM (Organisation für ausländische Mitbürger). Auch dort werden natürlich nicht alle Sprachen gesprochen, wohl aber die wichtigsten wie beispielsweise Türkisch.

Fazit: Die Beratung der BKM kann noch verbessert werden, teilweise fehlen wichtige Informationen.

Testkategorie 4: Website

Getestet wurde zwar die Beratung vor Ort, auch im Internet findet man aber nicht immer gleich alle wichtigen Informationen. Selbst Informationen zur Höhe der Zinsen muss man teilweise erst suchen, die Tabellen sind außerdem nicht einheitlich aufgebaut, so dass ein Vergleich oft schwierig ist.

Leider sind auch die Geschäfts- und Vertragsbedingungen nicht leicht zu finden. Üblicherweise werden sie bei jedem Tarif direkt eingestellt, hier aber nicht. Das ist ein großer Nachteil.

Gut sind dagegen die zahlreichen Zusatzinformationen rund ums Bausparen. Außerdem gibt es auch eine türkischsprachige Version der Seite. Allerdings muss bei jeder Seite erneut die Sprache gewechselt werden, denn beim Anklicken eines neuen Navigationspunktes wechselt die Seite wieder in die deutschsprachige Version.

Zwischenfazit Website: Die Seite bietet nette Extras, schwächelt aber beim wichtigsten Punkt, der Darstellung der Vertragsbedingungen und der Tarifkonditionen.

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Testkategorie 5: Vertrauenswürdigkeit und Hintergrund

Schon 1930 wurde die Bausparkasse Mainz gegründet, Anfang der 1950er Jahre war sie die zweitgrößte private Bausparkasse Deutschlands und bot ab 1954 mit dem Jacobi-Haus sogar ein eigenes Hausbauprogramm.

Heute geht das Unternehmen zur Inter Versicherungsgruppe, die Aktiengesellschaft ist also nicht mehr an der Börse notiert. Vielmehr befindet sie sich im Eigentum eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Das spricht für das Unternehmen, es hat keine Aktionäre, deren Renditeziele es erfüllen muss.

Zwischenfazit Vertrauen: Die Bausparkasse Mainz AG ist zwar eine Aktiengesellschaft, ist aber nicht an der Börse notiert.

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Fazit

Die BKM bietet zwei günstige Online-Tarife, die durchaus attraktiv sind. Allerdings muss man sich die Informationen dazu teilweise recht mühsam zusammen suchen, die Informationen könnten auf der Website deutlich besser dargestellt sein. Da helfen auch nützliche Extras wie das Bausparlexikon oder die Online Beratungsanalyse wenig.

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Eike Kewitz

Chefredakteur Kredite.org

Eike Kewitz

Nach seinem Abitur machte sich Eike unmittelbar als freiberuflicher Texter selbstständig und baute sein Unternehmen selbst während seiner folgenden Vollzeit-Ausbildung im Marketing immer weiter aus. Mittlerweile hat er sich vor allem auf das Ressort Finanzen - Kredite, Konten, Geldanlage - spezialisiert und steuert als Hauptredakteur nun auch für uns regelmäßig News und Ratgeber bei. Neben diesem Portal ist er in weiteren spannenden Projekten involviert.