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Ratenzahlung bei Amazon

Das Wichtigste in Kürze
Seit Ende 2017 ist bei Amazon auch eine Ratenzahlung möglich, allerdings nicht für alle Produkte.
Mit einem Kredit können Sie sich weitere Wünsche erfüllen – meist bei einer geringeren monatlichen Rate.

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Auf den ersten Blick ist die Sache klar, denn auf seiner Hilfeseite listet der Versandhändler auf, welche Zahlungsweisen er nicht akzeptiert – und dazu gehörte lange auch die Ratenzahlung. In Punkto Zahlungsmöglichkeiten ist das Unternehmen nicht gerade kundenfreundlich, hat bezüglich des Ratenkredits allerdings einen Sinneswandel vollzogen. Doch die Ratenzahlung funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen und nicht für alle Produkte und Kunden.

Amazon Ratenzahlung in Stichpunkten:

  • Nur wenige Zahlungsweisen werden akzeptiert
  • Ratenzahlung direkt bei Amazon seit Ende 2017 möglich
  • Ratenzahlung auf Umwegen auch über Amazon-Kreditkarte möglich
  • Alternative: Raten- oder Rahmenkredit

Bezahlen bei Amazon

Kundenfreundlichkeit hat sich der Versandhändler Amazon eigentlich auf die Fahnen geschrieben. Dazu gehören eine schnelle Lieferung, großzügige Rückgaberechte und eine unkomplizierte Abwicklung. So ist das Unternehmen auch in Deutschland zum größten Versandhändler geworden, während ehrwürdige Konkurrenten wie Quelle oder Neckermann Insolvenz anmelden mussten.

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Bei den Zahlungsbedingungen ist aber von dieser Kundenfreundlichkeit wenig zu spüren, die Hilfe-Seite listet zahlreiche Zahlungswege auf, die man nicht akzeptiert. Neben im deutschsprachigen Raum ohnehin eher ungewöhnlichen Arten wie dem Scheck auch beliebte wie PayPal oder Nachnahme. Die Ratenzahlung allerdings hat Amazon seit Ende 2017 im Programm.

Diese Zahlungsarten akzeptiert Amazon nicht:

  • Scheck,
  • Barzahlung,
  • Vorkasse,
  • PayPal,
  • Skrill, Ukash und andere elektronische Zahlungsdienste,
  • Nachnahme
  • sowie in Österreich die dortige Maestro Card und Erlagschein.

Akzeptierte Zahlungswege

Die vom Versandhändler akzeptierten Zahlungswege sind damit vergleichsweise wenige. Der Wegfall der Vorkasse dürfte die meisten Deutschen nicht stören, sie zahlen ohnehin lieber auf Rechnung. Meist sind es die Händler, die vorab Geld wollen.

Diese Zahlungsarten akzeptiert der Konzern:

  • Zahlung auf Rechnung,
  • Bankeinzug,
  • Kreditkartenzahlung,
  • Ratenzahlung (teilweise)
  • Aktions- oder Geschenkgutscheine.

Standard ist dabei der Bankeinzug, Zahlungen auf Rechnung sind beispielsweise weder für Firmenkunden noch für Jugendliche möglich, für Neukunden liegt der maximale Bestellwert bei 100,- Euro. Vor allem aber berechnet Amazon für jede Rechnung eine Gebühr.

Kostenlos sind dagegen der Bankeinzug und die Kreditkartenzahlung. Doch wer nicht genug Geld auf dem Konto hat, für den fallen teure Dispozinsen oder Kreditkartenzinsen an.

Amazon Ratenzahlung teilweise möglich

Amazon hat lange Zeit keine Ratenzahlung angeboten, hat in dieser Hinsicht jüngst aber eingeschwenkt. So ist es seit Ende 2017 möglich, gewisse Produkte auf Raten zu zahlen. Diese Zahlung erfolgt immer in fünf Teilbeträgen. Wie hoch diese Raten ausfallen, richtet sich demnach nach dem Produktpreis. Zinsen oder Zusatzkosten sollen nicht anfallen. Und der Service ist auch ausschließlich für Produkte möglich, die von Amazon selbst angeboten werden. Voraussetzung für eine Ratenzahlung bei Amazon ist allerdings, dass der Kunde seit mindestens einem Jahr ein Konto bei Amazon hat und immer tadellos gezahlt hat. Wer schon eine Mahnung kassiert hat, für den dürfte die Ratenzahlung nicht möglich sein. Ein Amazon-Prime-Abo ist übrigens nicht notwendig.

Es gibt allerdings noch einen weiteren Weg, auf dem sich bei Amazon auf Raten kaufen lässt, nämlich die Amazon-Kreditkarte. Sie wird von dem Versandhändler zusammen mit der Landesbank Berlin und VISA herausgegeben. Amazon-Käufe können darüber in Raten bezahlt werden, allerdings nur in engen Grenzen. So liegt der Verfügungsrahmen zunächst bei maximal 210,- Euro. Später kann der Betrag anstiegen, allerdings nicht über 1.500,- Euro hinaus.

Außerdem müssen monatlich mindestens 10 % des Betrags zurückgezahlt werden. Das ist nicht immer möglich. Wer kurzfristig bei Amazon einkaufen will oder einen höheren Warenwert finanzieren muss, für den ist die Ratenzahlung über die Amazon-Kreditkarte deshalb keine Alternative.

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Ratenzahlung bei weiteren Anbietern

Zalando Ratenzahlung
IKEA Ratenzahlung
Fielmann Ratenzahlung
Otto Ratenzahlung
Mediamarkt Ratenzahlung
Apple Ratenzahlung
Baur Ratenzahlung
Saturn Ratenzahlung
Vodafone Ratenzahlung

Alternativen zur Amazon Ratenzahlung

Wer nicht extra eine Amazon-Kreditkarte beantragen will oder die Möglichkeit der direkten Ratenzahlung von Amazon nicht nutzen kann, für den gibt es einige Alternativen. Eine ist natürlich der Wechsel zu einem Konkurrenten wie Otto.de oder notebooksbilliger.de, die Ratenzahlung schon seit langer Zeit anbieten. Doch nicht immer sind diese Anbieter auch die günstigsten. Manchmal kann selbst eine Null-Prozent-Finanzierung teurer sein als ein günstiger Kredit und ein Kauf bei einem günstigeren Händler. Diese Finanzierungsmöglichkeiten haben Kunden:

  • Dispo-Kredit
  • Ratenkredit
  • Abrufkredit

Alle drei Wege haben Vor- und Nachteile – und natürlich sind die Angebote verschiedener Banken nicht alle gleich gut. Zum Glück ist die Suche nach einem günstigen Kreditanbieter dank des Ratenkreditvergleichs denkbar einfach.

Die einzelnen Zahlungsmöglichkeiten im Vergleich

Der Dispokredit
Der Dispokredit, oft auch kurz Dispo genannt, ist die einfachste Form der Finanzierung. Sobald vom Konto mehr Geld ausgegeben wird als Guthaben vorhanden ist, wird automatisch der Dispokredit eingeräumt. Teilweise gibt es darüber hinaus noch eine geduldete Überziehung. Ist der Dispo ausgeschöpft, lässt sich trotzdem weiter Geld ausgeben, allerdings zu höheren Zinsen.

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Der Dispo ist eine beliebte Finanzierungsform, hat aber mehrere große Nachteile:

  • Hohe Zinsen
  • Automatische Überziehung
  • Keine feste Rückzahlung

Die hohen Zinsen sind der größte Kritikpunkt. Nach Angabe der Banken ist bei Dispokrediten das Ausfallrisiko besonders groß, deshalb seien auch die Zinsen hoch. Es dürfte aber noch ein anderer Grund hinzukommen: Der Aufwand das Girokonto zu wechseln ist hoch, viele Kunden zahlen deshalb lieber etwas höhere Zinsen.

Der zweite Punkt wird dagegen oft unterschätzt. Denn dass der Dispo automatisch eingeräumt wird, wenn das Konto überzogen wurde, ist bequem. Doch oft bemerkt man dadurch zu spät, dass das Guthaben eigentlich längst aufgebraucht wurde. Hohe Disposchulden sind ein wichtiger Grund für Privatinsolvenzen.

Das gilt umso mehr, als der Dispo nicht automatisch getilgt wird. Natürlich ist das Minus mit dem nächsten Gehaltseingang meist wieder ausgeglichen, doch ebenso schnell ist man wieder in den roten Zahlen. Die feste Tilgung bei anderen Kreditarten hilft, die Kontrolle über die Rückzahlung zu behalten.

Der Ratenkredit
Ratenkredite sind weitaus älter als viele Deutsche denken. Schon in den 1920er Jahren wurde im ostpreußischen Königsberg (heute Kaliningrad) von Walter Kaminsky die Kundenkreditbank gegründet, die gezielt Darlehen an Privatverbraucher vergab. Das Geldinstitut gibt es bis heute, allerdings heißt es mittlerweile Targobank. Zu einem ähnlichen Zeitpunkt begannen auch die Berliner Elektrizitätswerke damit, Elektrogeräte auf Raten zu verkaufen und schufen damit die Grundlage für die heutige Schufa.

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Wirklich populär wurden die Darlehen aber vor allem durch den easyCredit. Die Kreditvergabe wurde dabei stark standardisiert und automatisiert, was deutlich niedrigere Zinsen erlaubte. Der Ursprung des easyCredit liegt übrigens im Versandhaus Quelle und damit ebenfalls in der Ratenzahlung.

Beim Ratenkredit wird ein fester Betrag über eine feste Laufzeit vergeben. Auch Zinsen und die monatliche Tilgung sind festgelegt, das macht das Darlehen gut planbar. Allerdings ist er deutlich weniger flexibel als der Dispokredit. Zwar gibt es insbesondere beim easyCredit zahlreiche Möglichkeiten wie Sondertilgungen oder Ratenpausen, doch zuerst muss das Darlehen beantrag werden und das kann dauern. Dafür sind die Zinsen deutlich niedriger als beim Dispo, wie unser Kreditvergleich zeigt.

Eine Sonderform des Ratenkredits sind Kredite ohne Schufa, wie sie insbesondere von Kreditvermittlern angeboten werden. Meist handelt es sich dabei um Darlehen ausländischer Banken, die weder eine Schufa-Auskunft einholen noch Daten an die Kreditauskunftei melden.

Abrufkredit
Ein Mittelweg zwischen Dispo und Ratenkredit ist der Abrufkredit, teilweise auch Rahmenkredit genannt. Sie Stiftung Warentest spricht sogar vom „besseren Dispo“. Dort wird zunächst ein Kreditrahmen vereinbart, beispielsweise 5.000,- Euro. Wird das Geld benötigt, lässt es sich per Telefon oder Internet einfach auf das Girokonto übertragen, ähnlich wie beim Tagesgeld. Zinsen fallen wie beim Dispo nur auf den tatsächlich genutzten Betrag an.

Die Rückzahlung kann, wie beim Dispo, flexibel gehandhabt werden, bezahlt wird dann, wenn Geld verfügbar ist. Ist der Kreditrahmen ausgeschöpft, müssen natürlich mindestens die Zinsen bezahlt werden. Möglich ist hier aber auch das Vereinbaren einer festen Rate. Die Zinsen liegen übelicherweise höher als beim Ratenkredit, aber deutlich niedriger als beim Dispo.

Fazit

Eine Ratenzahlung im engeren Sinn ist bei Amazon seit kurzer Zeit möglich, allerdings nicht für alle Produkte und nicht für alle Kunden. Es gibt den Umweg über die Kreditkarte, besser ist aber meistens ein Ratenkredit oder ein Rahmenkredit. Der Dispo ist dagegen als Alternative zu teuer und führt schnell in die Schuldenfalle.

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Content Department

Chefredakteur Kredite.org

Peter König

Peter König kümmert sich als hauptverantwortlicher Chefredakteur unseres Portals vor allem um die Themen Aktien, Fonds und Geldanlage. Schon früh hatte König großes Interesse am Wirtschaftsgeschehen und dem Finanzmarkt. Einer Lehre als Bankkaufmann folgte das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Nach dem Diplom trat der heute 58-Jährige eine Festanstellung als Fondsmanager bei einem großen Geldinstitut an, für das er heute noch in Teilzeit tätig ist.