Girokonto für Schüler und Jugendliche

5 wissenswerte Fakten

Einige Jahre bereits in der Schule, einsetzende Pubertät bei um und bei 12 Jahren: Jetzt ändert sich im Leben der Kids so einiges und vor allem kommt der Wunsch nach eigenständigem Handeln auf. Was liegt da näher, als dem Kind ein eigenes Girokonto zu eröffnen, das nicht mehr nur ein Sparbuch oder ein Sparkonto ohne Karte ist, sondern ein echtes Konto, wie es auch die Eltern haben. Girokonto für Schüler und Jugendliche nennen sich diese besonderen Produkte der Banken, denn natürlich unterscheiden sie sich zum Girokonto für Erwachsene. Wir haben 5 wissenswerte Fakten recherchiert, die beim Girokonto für Schüler und Jugendliche eine Rolle spielen.

1. Andere Konditionen als beim Erwachsenenkonto

Als Vater oder Mutter könnte man schon ins Schwitzen kommen, wenn es heißt, das Kind erhält ein eigenes Girokonto inklusive Karte. Wir können Sie allerdings beruhigen, denn einmal haben Sie die Vollmacht über das Konto und natürlich sind die Konditionen dieser speziellen Angebote auf das Alter der Jugendlichen zugeschnitten: Es gibt keinen Dispositionskredit und keine Überziehungsmöglichkeit, sowie auch keine klassische Giro-Karte, mit der man bargeldlos bezahlen kann. Maximal erhalten die Schüler und Jugendlichen bis sie 18 sind nur eine Guthabenkarte, die vor Benutzung aufgeladen werden muss. In erster Linie ist die Karte aber dazu gedacht, an den Automaten der Bank kostenlos Geld abheben oder einzahlen zu können. Und natürlich sind sämtliche Konten dieser Art kostenlos und ohne Kontoführungsgebühr, auch wenn diese Gebühren normalerweise für die Girokonten einer bestimmten Bank erhoben werden.

2. Oft bis in die späten Zwanziger weiterführbar

Den Punkt mit der kostenlosen Kontoführung greifen wir näher auf. Denn bei einigen Banken ist es so, dass sich das Jugendkonto zum 18. Geburtstag in ein normales Girokonto für Erwachsene umwandelt und fortan Gebühren kostet. Viele Banken erweitern das Konto aber bis in die späten Zwanziger hinein und nennen es nicht mehr „Girokonto für Schüler und Jugendliche", sondern „Girokonto für junge Leute". So verwandelt sich das Konto zum 18. Geburtstag zwar in ein vollwertiges Konto mit richtiger Girokarte und Kreditkartenoption, bleibt aber darüber hinaus kostenlos, bis man 27 ist oder sogar noch älter. Diese Angebote sollten bevorzugt werden, um dem Kind eine möglichst lange kostenlose Kontonutzung zu gewährleisten.

3. Der Vergleich ist unheimlich wichtig

Natürlich beansprucht es Zeit und Recherche, verschiedene Kontoangebote für Schüler und Jugendliche zu suchen und zu vergleichen. Deshalb nehmen viele Leute auch das erstbeste Konto, was sie finden. Für Ihr Kind sollten Sie das nicht tun – Denn auch wenn wichtige Vergleichsfaktoren wie der Dispo-Zins, Überziehungsrahmen und Karten-Konditionen wegfallen, gibt es noch genug Punkte, die das eine Konto besser als das andere machen können. Mehr dazu haben wir im Artikel zum Girokonto für Kinder erklärt. Dort finden Sie auch eine Auswahl an aktuell sehr gut bewerteten Girokonten für Jugendliche.

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4. Regionale Banken ein Stück besser als Direktbanken

Beim ersten richtigen Girokonto geht es auch darum, so richtig den Umgang mit Geld zu erlernen und bei kleinen Summen ein Gespür für Kontostände und das Bankwesen zu entwickeln. Das passiert zwar bereits mit Sparbüchern und -Konten im unter zehnjährigen Alter, wirklich zurechnungsfähig sind die Kinder zu dem Zeitpunkt aber in der Regel auch noch nicht. Immerhin haben sie erst wenige Jahre Schule hinter sich. Regionale Banken mit Filialen eignen sich deswegen besser für das erste Girokonto, weil die Kinder mit der persönlichen Ebene besser abgeholt werden können und der Berater vor Ort zudem jederzeit die Fragen der Eltern beantworten kann, ohne dass diese eine Service-Hotline inklusive Warteschleife wählen müssen. Meistens sind die regionalen Filialbanken auch die, die das Konto lange kostenlos weiterlaufen lassen.

5. Freistellungsauftrag nicht vergessen

Zum Schluss kommen wir noch beim Thema Steuern an. Das ist für Jugendliche nur bedingt relevant, aber sollte eben doch erwähnt werden. Wird nämlich ein Girokonto mit Zinserträgen eröffnet und das Vermögen auf dem Konto jährlich verzinst, müsste die Abgeltungssteuer an den Staat abgeführt werden. Mit einem Freistellungsauftrag lässt sich das unterbinden und steuerlich sind keine Besonderheiten mehr zu beachten. Sprechen Sie die Bank bei der Kontoeröffnung darauf an. Wenn es ohnehin keine Zinsen auf das Konto gibt, ist das Thema hinfällig. Was das Einkommen des Kindes angeht, vielleicht durch einen ersten Nebenjob (Zeitung austragen, Babysitten, etc.), ist in der Regel ebenfalls nichts zu befürchten, weil die Einkünfte locker unter dem Steuerfreibetrag von etwa 8.000 Euro liegen und somit nicht versteuert werden müssen.

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Eike Kewitz

Chefredakteur Kredite.org

Eike Kewitz

Nach seinem Abitur machte sich Eike unmittelbar als freiberuflicher Texter selbstständig und baute sein Unternehmen selbst während seiner folgenden Vollzeit-Ausbildung im Marketing immer weiter aus. Mittlerweile hat er sich vor allem auf das Ressort Finanzen - Kredite, Konten, Geldanlage - spezialisiert und steuert als Hauptredakteur nun auch für uns regelmäßig News und Ratgeber bei. Neben diesem Portal ist er in weiteren spannenden Projekten involviert.