Deutschlands günstigste Online-Kredite hier vergleichen:

Dispokredit durch einen Kürzungskredit reduzieren

Viele Millionen Bankkunden nehmen ihren einmal zugesagten Dispositionskredit über Jahre oder sogar über Jahrzehnte hinweg in Anspruch, und zwar in vollem Umfang. Meistens steckt dahinter jedoch kein akuter Liquiditätsbedarf, sondern eher Gewohnheit. Der vorhandene Kreditrahmen wird quasi als zusätzliches „Guthaben“ angesehen, auch wenn die Überziehung des Girokontos natürlich sehr teuer ist. Dabei könnte man mit einem relativ unbekannten Kürzungskredit eine Art Selbstdisziplin festmachen und den Dispokredit nach und nach reduzieren.
Eine beliebte Eigenschaft des Dispositionskredites besteht darin, dass es keine festen Rückzahlungstermine gibt. Ändern sich die Verhältnisse beim Kunden nicht, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit oder Scheidung, kann der Dispokredit oftmals über Jahrzehnte hinweg genutzt werden. Oftmals fehlt jedoch einfach die Disziplin, den eigentlich nicht benötigten Kreditrahmen dann auch unberührt zu lassen. Wem der freiwillige Kontoausgleich sehr schwer fällt, der kann sich quasi mit einem Kürzungskredit dazu zwingen, den Dispo nach und nach zu reduzieren.
Kürzungskredit bringt den Kontosaldo auf null
Der Kürzungskredit wird nur von wenigen Banken aktiv angeboten, kann aber auf Nachfrage dennoch häufig genutzt werden. Die Funktionsweise ist dabei relativ einfach. Wer sein Girokonto beispielsweise um 3.000 Euro überzogen hat, und somit den Dispokredit in Anspruch genommen hat, der könnte mit seiner Bank zum Beispiel einen Kürzungskredit von 100 Euro monatlich vereinbaren. In diesem Fall würde die Bank den Disporahmen dann jeden Monat automatisch um 100 Euro reduzieren. Nach einem Jahr könnte der Kontoinhaber sein Konto also nur noch bis 1.800 Euro statt wie vorher bis 3.000 Euro überziehen. Auf dieser Weise wäre das Girokonto dann nach zweieinhalb Jahren auf null und der Kunde kann sich eine Menge an eigentlich unnötigen Sollzinsen zahlen.



Peter König

Chefredakteur Kredite.org

Peter König

Peter König kümmert sich als hauptverantwortlicher Chefredakteur unseres Portals vor allem um die Themen Aktien, Fonds und Geldanlage. Schon früh hatte König großes Interesse am Wirtschaftsgeschehen und dem Finanzmarkt. Einer Lehre als Bankkaufmann folgte das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Nach dem Diplom trat der heute 58-Jährige eine Festanstellung als Fondsmanager bei einem großen Geldinstitut an, für das er heute noch in Teilzeit tätig ist.