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Kredit umschulden – 5 Tipps für die optimale Umschuldung

 

Gerade in den letzten zwei Jahren sind die Zinsen für Ratenkredite und Baufinanzierungen oder Immobilienfinanzierungen rapide gefallen. Das macht die Kreditaufnahme derzeit besonders attraktiv. Was aber ist, wenn man schon länger einen Kredit abbezahlt, der aber eben noch aus der nicht so günstigen Zins-Zeit stammt? Oder wenn man mit einem völlig überzogenen Konto rumhökert und jeden Monat richtig teure Dispo-Zinsen bezahlt? – Richtig, man schuldet um. Die meisten Kredite mit günstigen Zinsen sind heutzutage dazu geeignet, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Erfahren Sie in den nächsten 3-4 Minuten also, mit welchen fünf wertvollen Tipps Sie optimal umschulden.

 

Ganz kurz: Was genau war noch gleich eine Umschuldung?

Wenn Sie noch eine teurere Finanzierung aus alten Tagen stemmen, mehrere Kredite zu unterschiedlichen Konditionen gleichzeitig abbezahlen oder gar im Dispokredit stecken und so einfach nicht rauskommen, bietet sich eine Umschuldung an.

Sie nehmen einen neuen, günstigeren Kredit auf und tilgen mit ihm alles, was getilgt werden soll. Das lohnt sich allerdings wirklich nur dann, wenn wir eine Niedrigzinsphase so wie jetzt haben, wo sich die Umschuldung finanziell so richtig lohnt. Ansonsten wäre es den Aufwand wohl nicht wert. Mehr zum Thema Umschuldung finden Sie hier, wir machen nun aber mit den tatsächlichen Tipps weiter.

Tipp 1 – Informieren Sie sich, ob die Umschuldung überhaupt möglich ist

Der erste Tipp geht darauf ein, was eigentlich schon klar sein sollte. Bevor Sie sich mit genaueren Umschuldungsangeboten beschäftigen, sollten Sie natürlich erst einmal bei der aktuellen Bank erfragen, wie die Konditionen überhaupt aussehen. Ist eine kostenfreie Kompletttilgung möglich oder wird eine Entschädigung verlangt? Oder kann man den Kredit grundsätzlich nicht komplett tilgen? Wenn letzteres der Fall sein sollte, müssen Sie sich vom Umschuldungsgedanken leider direkt wieder trennen. Im Falle der Entschädigung (sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung) sollten Sie die genaue Höhe erfragen und beim zweiten Tipp berücksichtigen. Trifft beides nicht zu, können Sie einfach weitermachen und haben besonders leichtes Spiel.

 

Tipp 2 – Rechnen Sie die Umschuldung genau aus

Der zweite Tipp beschäftigt sich mit dem Sinngehalt der Umschuldung: Wie viel bezahlen Sie insgesamt für den neuen Kredit und wie viel würden Sie bezahlen, wenn der alte bestehen bleibt? Rechnen Sie also auf den Cent genau aus, wie hoch der Kapitalaufwand gegebenenfalls auch unter Berücksichtigung einer Vorfälligkeitsentschädigung ausfällt und vergleichen Sie den Umschuldungskredit mit dem aktuell laufenden Kredit. Wenn der Unterschied hierbei marginal ausfällt, lohnt es sich kaum, umzuschulden.

Tipp 3 – Tilgen Sie teure Schulden als erstes

Sollten Sie mehrere Schuldenposten haben, sind Sie natürlich nicht gezwungen, alle von ihnen mit einem neuen Umschuldungskredit aufzulösen. Insbesondere sollten Sie dabei die teuren Ratenkredite und Dispokredite in den Fokus stellen. Die, die echt hohe Zinsen haben. Beim Dispokredit haben Sie ohnehin den Vorteil, dass keine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt und dass eine Kompletttilgung auch ohne Nachfrage definitiv möglich ist. Sollten neben dem einen teuren Kredit noch weitere Finanzierungen offen sein, berücksichtigen Sie Tipp 2 einmal mehr. Grundsätzlich ist eine Umschuldung auch dieser Kredite dann aber nicht verkehrt, weil am Ende alles über eine Verpflichtung und eine Monatsrate läuft.

 

Tipp 4 – Vor allem bei Immobilienkrediten und Baufinanzierungen aufpassen

Zum Umschulden prädestiniert sind vor allem Immobilienkredite und Baufinanzierungen, weil hier jeder kleine Prozentpunkt an Zinsen über eine echte Menge Kapital entscheiden kann. Angenommen, Sie haben ein Baudarlehen für nur 100.000 Euro und müssen nur 0,1% Zinsen zahlen, sind das trotzdem 1.000 Euro Zinsen im Jahr. Und kein Kredit hat diesen Zinssatz. Selbst, wenn Sie also eine mögliche Umschuldung mit vielleicht 0,5% weniger Zinsen finden, sollten Sie nicht wegschauen und das abtun, sondern unbedingt anfangen zu rechnen. Und um den ersten Tipp noch einmal tiefer aufzugreifen, kommen vor allem hier auch die Vorfälligkeitsentschädigungen zum Einsatz. Insbesondere dann, wenn Sie sich noch innerhalb der Zinsbindungsfrist-Komfortzone bewegen und von jahrelang festen und niedrigen Zinsen auf einem dynamischen Markt profitieren.

Tipp 5 – Beachten Sie Ihre Bonität und kündigen Sie erst dann, wenn der neue Kredit in sicheren Tüchern ist

In Sachen Umschuldung läuft wie bei allen anderen Ratenkrediten auch. Das heißt, dass Sie einen neuen Kredit mit Top-Konditionen auch hier nur dann bekommen, wenn Ihre Bonität passt. An dieser Stelle fällt auch eine gewisse Widersprüchlichkeit auf, denn einerseits vermindern viele bestehende Kredite die Bonität, andererseits soll die Bonität gegeben sein, um einen neuen Kredit zu erhalten. Wir können Sie aber beruhigen: Bei einer Umschuldung sollten Sie nicht nur einen Kreditvergleich durchführen und dann das Online-Formular ausfüllen, sondern die im Kreditvergleich besten Banken direkt ansprechen. Und wenn Sie dann direkt auf den Verwendungszweck zu sprechen kommen, dürften die alten Kredite keine Barriere mehr sein. Ein kleiner Tipp außerdem noch zum Schluss: Kündigungen Sie den alten Kreditvertrag wirklich erst dann, wenn der Umschuldungskredit in trockenen Tüchern ist. Nur sofern Sie die Kompletttilgung vornehmen, indem Sie die entsprechenden Beträge aufs Kreditkonto einzahlen, ist dieser Punkt nicht weiter relevant.

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Peter König

Chefredakteur Kredite.org

Peter König

Peter König kümmert sich als hauptverantwortlicher Chefredakteur unseres Portals vor allem um die Themen Aktien, Fonds und Geldanlage. Schon früh hatte König großes Interesse am Wirtschaftsgeschehen und dem Finanzmarkt. Einer Lehre als Bankkaufmann folgte das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Nach dem Diplom trat der heute 58-Jährige eine Festanstellung als Fondsmanager bei einem großen Geldinstitut an, für das er heute noch in Teilzeit tätig ist.